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Daimler will in das Joint Venture das Know-how in Sachen verbrauchs- und abgasarme Dieselmotoren einbringen©ddp

Daimler steigt in chinesischen LKW-Massenmarkt ein

Daimler hat die Genehmigung für das Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen Foton Motor erhalten

Stuttgart/Peking. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler hat die lang herbeigesehnte Genehmigung für sein LKW-Gemeinschaftsunternehmen in China erhalten. Zusammen mit dem lokalen Partner Foton Motor kann Daimler damit bald für den chinesischen Markt LKW bauen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Foton ist der weltweit siebtgrößte Hersteller.

Mit dem Gemeinschaftsunternehmen will Daimler den Einstieg in den chinesischen Massenmarkt schaffen. Wann die Produktion starte, sei noch unklar, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. Auch zu geplanten Stückzahlen machte sie keine Angaben. Die Fahrzeuge der mittelschweren und schweren Klasse sollen unter der Foton-Marke Auman verkauft werden. Geplant ist auch der Export in andere Schwellenländer. Daimler hatte die Partnerschaft schon 2008 in die Wege geleitet und wartete seither auf die Zustimmung der chinesischen Behörden.

In das gleichberechtigte Gemeinschaftsunternehmen wird Daimler vor allem sein Know-how in Sachen verbrauchs- und abgasarme Dieselmotoren einbringen. Foton stellt sein Vertriebs- und Servicenetz zur Verfügung. "Das Joint Venture bietet eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für Wachstum, Profitabilität und Expansion in China und mit Foton als globalem Partner auch in den internationalen Märkten", sagte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler bei der Vertragsunterzeichnung im Rahmen der Chinareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bei einem Pressegespräch Mitte März hatte Renschler angekündigt, der Dax-Konzern könne das Projekt binnen drei Monaten zum Laufen bringen, sobald die Genehmigung vorliege. Renschler hatte außerdem im Frühjahr erläutert, Daimler wolle nicht um jeden Preis auf den chinesischen Markt gehen. Wichtig sei, das eingebrachte technische Wissen zu schützen. Foton Motor ist ein Tochterunternehmen der Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC), die mit Daimler auch ein Gemeinschaftsunternehmen bei Personenwagen unterhält. Dort werden die E- und C-Klasse für den chinesischen Markt gefertigt. BAIC hatte sich im vergangenen Jahr auch um die Übernahme von Opel bemüht.

Die LKW europäischer Hersteller gelten in Schwellenländern als zu teuer. Deshalb versuchen auch andere Firmen wie beispielsweise MAN, mit lokalen Partnern auf die dortigen Bedürfnisse ausgerichtete, kostengünstigere Fahrzeuge zu entwickeln und zu produzieren. (dpa)

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