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Containerschiff, Maersk, Containerterminal, Hafen Aarhus

Leerfahrten im Zusammenhang mit einem Kombinierten Verkehr werden nur als solche anerkannt, wenn sie zum Beispiel zum oder vom Hafenterminal erfolgen

©Mikkel Barker/Scanpix Denmark/picture-alliance

Dänemark ändert Vorschriften für Kombinierten Verkehr

Auf Druck der EU-Kommission hat die dänische Regierung die nationalen Regelungen für den Kombinierten Verkehr angepasst, um die Richtlinie 92/106/EWG wie gefordert vollständig umzusetzen.

Kopenhagen. Dänemark hat zum 1. Juli die Vorschriften zur Regelung des Kombinierten Verkehrs geändert. Das berichtete jetzt der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) mit Verweis auf die International Road Transport Union (IRU). Hintergrund war die Aufforderung der Europäischen Kommission an unser Nachbarland im Norden, die entsprechende Richtlinie 92/106/EWG vollständig umzusetzen.

Folgende Neuerungen sind demnach in Kraft getreten:

  • Nach dänischem Recht gelten nur Kombinierte Verkehre zwischen Staaten der Europäischen Union als Kombinierte Verkehre – unabhängig vom Warenursprung oder der Endbestimmung der Waren, die auch weiterhin außerhalb der Europäischen Union (EU) liegen können.
  • Der Nachweis zur Durchführung eines Kombinierten Verkehrs braucht nicht mehr aus-schließlich durch abgestempelte Dokumente erbracht werden, sondern kann auch in anderer Form erfolgen.
  • Leerfahrten im Zusammenhang mit einem Kombinierten Verkehr gelten nur als Kombinierter Verkehr, wenn die Beförderung eines leeren ISO-Containers, Anhängers oder anderer Ladeeinheiten unter Einhaltung aller Voraussetzungen der Richtlinie 92/106/EWG zum oder vom Hafen- oder Schienenkombiterminal erfolgen. Führt ein ausländischer Transportunternehmer die Beförderung hingegen zum Beladeplatz oder von der Entladestelle auf dänischem Gebiet durch, handelt es sich um eine Kabotagebeförderung. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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