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Das Geschäftsfeld Road Logistics bei Dachser entwickelte sich 2018 überdurchschnittlich

©Dachser

Dachser wächst trotz zahlreicher Engpässe

Dachser hat seinen Umsatz um 5,5 Prozent gesteigert. Doch leidet der Logistikdienstleister zunehmend unter knappen Ressourcen.

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München. Der Logistikdienstleister Dachser ist auch 2018 weiter gewachsen. Den Nettoumsatz (ohne Zölle und Einfuhrumsatzsteuer) steigerte Dachser um 5,5 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr fiel die Zunahme jedoch deutlich geringer aus. 2017 waren die Nettoumsätze noch mit 9,9 Prozent in die Höhe geschnellt.

Als ein Grund für das Wachstum nannte Bernhard Simon, CEO von Dachser, heute bei der Vorstellung der Zahlen die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen. Allerdings zählte er auch Faktoren auf, die das Umfeld zunehmend verschlechterten: die Knappheit an Berufskraftfahrern und gewerblichen Fachkräften in der Logistik, drohende Kapazitätsengpässe durch Laderaummangel und ausgeprägte Saisonspitzen sowie wachsende Unsicherheiten in Bezug auf Diesel-Fahrverbote, den Brexit und die Zukunft der internationalen Handelsbeziehungen.

Simon: "Das Management knapper Ressourcen ist spätestens 2018 zur Kerndisziplin der Logistik geworden“ 

„Das Management knapper Ressourcen ist spätestens 2018 zur Kerndisziplin der Logistik geworden“, sagte Simon. „Vor diesem Hintergrund muss man mit Wachstum bewusst umgehen und es so steuern, dass Qualität, Prozesse und Kosten in einer gesunden Balance bleiben“, so der Dachser-Chef zu den etwas geringeren Wachstumszahlen im letzten Jahr.

Dachser teilt das Unternehmen in zwei Geschäftsbereiche ein: Road Logistics und Air & Sea. Im Geschäftsbereich Road Logistics wird wieder unterschieden in European Logistics (Transport und Lagerung von Industriegütern) und Food Logistics (Transport und Lagerung von Lebensmitteln). Der Nettoumsatz im Geschäftsbereich Road Logistics verbesserte sich 2018 um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu hat vor allem das Segment European Logistics (+ 7,0 Prozent beim Nettoumsatz) beigetragen. Die Zahl der Sendungen und die Tonnage nahmen hingegen um nur 3,1 Prozent zu.

Nicht ganz so positiv fiel das Ergebnis für die Sparte Food Logistics aus. Der Netto-Umsatz stieg zwar um 5,3 Prozent, die Sendungszahlen blieben hingegen konstant, während bei der Tonnage ein geringes Plus von 2,0 Prozent erzielt werden konnte. „Dachser Food Logistics entwickelt sich nun schon seit vielen Jahren positiv und generiert Wachstum mit nationalen Transporten und Kontraktlogistik“, kommentierte Simon die Zahlen. Auf der anderen Seite erlebe Dachser in diesem Segment laut Simon besonders deutlich die Auswirkungen von Frachtraum- und Fahrermangel sowie die immer stärkeren Aufkommensschwankungen im Saisongeschäft.

Leichter Umsatzverlust im Geschäftsfeld Air & Sea

Einen kleinen Umsatzverlust musste Dachser hingegen im Geschäftsfeld Air & Sea hinnehmen. Der Nettoumsatz verringerte sich um 0,4 Prozent auf 1,185 Milliarden Euro. Einer um 2,9 Prozent geringeren Sendungszahl stand ein Tonnagewachstum von 6,6 Prozent, vor allem in der Seefracht, gegenüber.

Zahlen zum Gewinn veröffentlicht Dachser traditionell nicht.

Investitionsoffensive: 2019 will Dachser seine Investitionen fast verdoppeln

Das Unternehmen will den Wachstumskurs fortsetzen und dazu 2019 deutlich mehr investieren als im Vorjahr. Gab Dachser 2018 noch 126 Millionen Euro aus für Logistikanlagen, IT-Systeme und technische Ausstattung, steigt dieses Investitionsbudget 2019 auf fast die doppelte Summe mit 234 Millionen Euro. (cd)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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Lkw-Landverkehr & Stückgut, Kontraktlogistik, Seefracht & Häfen, Luftfracht & Aircargo, Simon, Bernhard, Dachser

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