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Brittany Ferries

Um Geld zu sparen will die Reederei Mitarbeiter, die in Ruhestand gehen, nicht ersetzt und die Zahl derer mit festen Arbeitsverträgen verringern

©Gilles Targat/Photo12/picture-alliance

Corona/Brexit: Brittany Ferries sieht für 2020 deutlichen Umsatzverlust

Zwar hat die Reederei während der Corona-Krise den Betrieb mit Lkw-Transfers nicht eingestellt, trotzdem musste es rund 2000 Mitarbeiter mehr als drei Monate lang in Kurzarbeit schicken. Zudem fürchtet das Unternehmen die Brexit-Folgen.

Paris. Die französische Reederei Brittany Ferries rechnet für 2020 wegen der Corona-Ausfälle und des Brexit mit etwas mehr als der Hälfte des letzten Jahresumsatzes, das wären rund 250 Millionen Euro. Der Fährenbetreiber erlebt zurzeit einen „kleinen Wiederaufschwung“ seiner Aktivitäten, fürchtet aber einen neuerlichen Einschnitt durch den Brexit. Es sei nun ganz klar, dass dieser zum Jahresanfang 2021 erfolgen werde. Erst die Corona-Epidemie, die den Personenverkehr zwischen Frankreich und England zum Erliegen gebracht habe, und dann auch noch die bevorstehenden Folgen des Austritts Grossbritanniens aus der EU, erklärt Jean-Marc Roué, Chef der Brittany Ferries, und bezeichnet den Brexit als „weiteres wirtschaftliches Erdbeben“ für das Unternehmen.

Zwar hat das Unternehmen während der Corona-Krise den Betrieb mit Lkw-Transfers nicht eingestellt, war aber trotzdem gezwungen, rund 2000 Mitarbeiter mehr als drei Monate lang auf Kurzarbeit zu setzen. Klar sei auch jetzt schon, dass Mitarbeiter, die in Ruhestand gehen, nicht ersetzt und die Zahl derer mit festen Arbeitsverträgen verringert werden sollen. (jb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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