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Contargo, Terminal, Neuss

Contargo hat sein Container-Terminal im Hafen Neuss erweitert und modernisiert, wodurch die Lkw-Abwicklung beschleunigt wurde

©Contargo

Contargo erweitert und modernisiert Terminal in Neuss

Die Anlage schafft dank des Ausbaus nach Auskunft der Spezialisten für Container-Logistik die doppelte Umschlagkapazität. Zudem hat das Unternehmen durch mehrere Verbesserungsmaßnahmen die Durchlaufzeiten der Lkw halbiert.

Neuss. Contargo hat am Freitag in Neuss das deutlich erweiterte und modernisierte Terminal in der Floßhafenstraße eröffnet. Der Betreiber des europäischen Container-Logistik-Netzwerks hat die Anlage nach eigenen Angaben in weniger als zwei Jahren Bauzeit bei laufendem Betrieb ausgebaut. Dabei wurde die Fläche fast verdreifacht, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt 52.000 Quadratmeter nördlich und südlich des Ter­minals ergänzen demnach die Anlage nach dem Umbau, so dass nun 84.000 Quadratmeter für den trimodalen Containerumschlag zur Verfügung stehen.

Umschlagkapazität verdoppelt

Gleichzeitig hat Contargo die Infrastruktur ausgebaut: Statt bisher drei sind stehen in Neuss jetzt fünf Kranbrücken für den Container-Umschlag zur Verfügung. Damit zwei Ganzzüge gleichzeitig abgefertigt werden können, wurde die Gleislänge auf 1400 Meter  erhöht, Darüber hinaus wurden ein neues Verwaltungs- und ein neues Abfertigungsgebäude, 17 Lkw-Vorstauplätze sowie 106 Pkw-Park­plätze gebaut. Die Umschlagkapazität am Terminal konnte so nach Unternehmensangaben auf 200.000 Container verdoppelt werden.

Insgesamt hat sich der Bund mit rund 30 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt, um im Kombinierten Verkehr die Verlagerung von Gütern auf die Schiene zu fördern. Doch auch Unternehmen des Straßengüterverkehrs profitieren von der Erweiterung und Modernisierung: Sowohl die zusätzlichen Lkw-Verkehrsflächen als auch die optimierten Prozesse beim Ein- und Auschecken sollen zur Entlastung der Straßen im Hafen beitragen. OCR-Gates, Drive-By-Kiosk oder Selbst-Check-In im Gatehouse in Verbindung mit einer von Contargo selbst entwickelten Software sollen die Durchlaufzeit der Lkw im Terminal halbieren.

Umschlagpunkt am Niederrhein

Diese Ausbaumaßnahmen waren laut den Spezialisten für Container-Logistik die Voraussetzung dafür, dass Neuss künftig als ein Hub der Contargo-Gruppe für die Seehäfen Rotterdam und Antwerpen fungieren kann. Denn aufgrund der langen Wartezeiten für Binnenschiffe in beiden Häfen fährt Contargo seit einiger Zeit nur noch größere Seehafenterminals an, um so den Umlauf der Binnenschiffe zu beschleunigen. Deshalb werden zukünftig Container von anderen Contargo-Standorten in Neuss konsolidiert. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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