Containerschiff OPDR

OPDR ist spezialisiert auf den Kurzstrecken-Seeverkehr und Logistiklösungen zwischen Nordeuropa, den Kanarischen Inseln, der iberischen Halbinsel und Marokko

©OPDR

CMA CGM kauft Hamburger Reederei OPDR

Die französische Reederei kauft die auf Shortsea-Shipping spezialisierte Reederei und verdichtet damit ihr Regionalnetzwerk bei Nordafrika-Verkehren.

Paris/Hamburg. Die in Marseille ansässige Reederei CMA CGM, weltweit die Nummer Drei im Container-Seeverkehr, hat gestern die Hamburger Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Reederei GmbH (OPDR) übernommen. Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus.

OPDR gehört zur Gruppe Bernhard Schulte, die auf Kurzstrecken-Seeverkehr und Logistiklösungen im Bereich Von-Tür-zu-Tür zwischen dem Norden Europas, den Kanarischen Inseln, der iberischen Halbinsel und Marokko spezialisiert ist. Die Reederei zählt 200 Beschäftigte, verteilt auf mehrere Agenturen. Für Farim T. Salem, delegierter Generaldirektor bei CMA CGM, verstärkt die Gruppe durch den Zukauf ihre Präsenz auf dem „wachsenden zwischen-europäischen Kurzstrecken-Transportmarkt“. Er setze die Strategie der Verdichtung des Regionalnetzes fort, die 2002 mit der Übernahme von MacAndrews begonnen habe. Auch von OPDR erwarte sich die Container-Reederei neue Synergieeffekte im Verbund mit MacAndrews und CMA CGM. Die Verbindung beider Zukäufe ermögliche es der Gruppe auch, maßgeschneiderte Intermodallösungen anzubieten.

Nach Auskunft des neuen Eigentümers der Hamburger Reederei dürfte diese bis zum Ende des Jahres auf ein Transportvolumen von mehr als 240.000 TEU kommen, MacAndrews auf über 290.000. CMA CGM kauft seit einigen Jahren kleinere Container-Reedereien hinzu, um sie als Zulieferer für ihre Groß-Frachter mit mehr als 17.000 Containern Ladekapazität einzusetzen. (jb)

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