Der gegenwärtige Verfall von Schleusen und Kanälen bringe ein nicht mehr kalkulierbares Risiko für den Industriestandort NRW, sagte VCI 

©Norbert Försterling/dpa/picture-alliance

Chemieindustrie in NRW fordert mehr Personal wegen Sanierungsstau

Weil es an Schleusen und Kanälen Sanierungsstaus gibt, verlangt der Verband der Chemischen Industrie von den Bundesbehörden mehr personelle Unterstützung.

Düsseldorf. Die Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen fordert wegen des Sanierungsstaus an Schleusen und Kanälen im Land mehr Personal von den Bundesbehörden. Der „gegenwärtige Verfall“ bringe ein „nicht mehr kalkulierbares Risiko für den Industriestandort NRW“, erklärte Gerd Deimel, Sprecher des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). Allein für die Modernisierung des 1915 bis 1930 gebauten Wesel-Datteln-Kanales fehlten bei den zuständigen Bundesbehörden 42 Stellen. Es drohten jahrelange Verzögerungen.

Sanierung des Wesel-Datteln-Kanales dringlich

Über den 60 Kilometer langen Wesel-Datteln-Kanal wird unter anderem der Chemiepark Marl im nördlichen Ruhrgebiet mit Grundstoffen versorgt - einer der größten Industrieparks Deutschlands. Die Sanierung des Wesel-Datteln-Kanales unter anderem an Schleusen, Pollern und Brücken ist im Bundesverkehrswegeplan als dringlich vorgesehen. Personalmangel verzögert aber laut VCI die Planungen.

An diesem Mittwoch ist die Modernisierung der NRW-Wasserwege auch Thema in einer Anhörung im Landtag. Der VCI NRW will unter anderem als Soforthilfe die Abordnung von Fachleuten aus anderen Bundesländern erreichen. Das Bundesverkehrsministerium habe bereits im Mai angekündigt, ein Planungsteam aus einer anderen Region nach NRW zu schicken, sagte Deimel. Das sei ein wichtiger erster Schritt. (dpa/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CHEMIELOGISTIK.

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