Autobahn Verkehr

Laut BWVL müsse der Fokus bei der weiter auf dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur liegen

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BWVL: Die Hauptlast dürfe nicht allein der Lkw tragen

Bei seinem jährlichen Dialogforum bekannte sich BWVL-Präsident Jochen Quick zwar zum Klimaschutz, forderte aber gleichzeitig das Schaffen entsprechender Rahmenbedingungen durch die Politik.

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Bonn. Das diesjährige Dialogforum des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) in Berlin setzte die „innovative Logistik als Erfolgsfaktor“ in den Fokus. BWVL-Präsident Jochen Quick betonte vor Vertretern aus Praxis, Politik und Wissenschaft die Bereitschaft der Transport- und Logistikwirtschaft, klimafreundliche, alternative Antriebstechnologien einzusetzen. Technische Innovationen seien geeignet, die CO2-Problematik zu entschärfen und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen.

In Anwesenheit des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, richtete Quick die Forderung an die Politik, möglichst zeitnah die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine flächendeckende Versorgung für alternative Kraftstoffe zu schaffen. Quick betonte allerdings, dass der Dieselmotor als weitere optimierungs- und zukunftsfähige Technologie bei längeren Distanzen auch künftig unverzichtbar sei.

Fokus auf die Infrastruktur

Daneben müsse der Fokus weiter auf der Infrastruktur liegen. In diesem Zusammenhang dankte Quick ausdrücklich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für die Fortsetzung des Investitionshochlaufs zum Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Quick führte aus, dass der BWVL sich weiterhin zu einer Nutzerfinanzierung aller Verkehrsteilnehmer bekenne. Die Hauptlast dürfe allerdings nicht allein der Lkw tragen. Vielmehr müssten auch Pkw und Busse einen angemessenen Beitrag leisten. Bei der Straßenverkehrswirtschaft seien ohnehin durch die letzte Ausweitung die Belastungsgrenzen erreicht, bisweilen auch überschritten. Quick begrüßte die doch noch erzielte Einigung im Europäischen Parlament über das Mobility Package. Die deutsche Verkehrswirtschaft sei auf eine effiziente, praxisgerechte und kontrollierbare Regelung angewiesen, die möglichst bald nach der Europawahl in den Trilog-Verhandlungen gefunden werden müssten. (fa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special QUICK, JOCHEN.

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Quick, Jochen, Scheuer, Andreas, CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Verkehrspolitik Deutschland, Verband – BWVL

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