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Lebensmittel an die Haustüre statt in den Supermarkt? Die BVL Österreich sieht diesen Trend

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BVL Österreich: Corona verändert Lieferketten

Der Präsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich glaubt, dass die Pandemie dazu führt, dass der Binnenmarkt an Relevanz gewinnt und sich auch auf die letzte Meile auswirkt.

Wien. Das in der Corona-Krise veränderte Kaufverhalten der Konsumenten wird sich auch auf die Logistik auswirken. Das sagt der Präsident der BVL Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL), Roman Stiftner gegenüber der VerkehrsRundschau. „Die Logistik verändert sich“, stellt er fest. „Bisher haben wir beispielsweise Lebensmittel im Supermarkt selbst eingekauft, nun boomt durch Corona das Einkaufen per Mausklick mit massiven Auswirkungen und Veränderungen in der Last Mile.“

Handelsbeziehungen neu denken

Eine Stabilisierung ist nach Meinung Stiftners erst mit Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zu erwarten. „Inlandstransporte werden sich auf einem geringeren Niveau einpendeln. Bei internationalen Transporten wird es zu einem Perspektivenwechsel kommen.“ Handelsbeziehungen würden neu gedacht werden. „Der Binnenmarkt der EU wird an Relevanz gewinnen, um Versorgungssicherheit und Stabilität durch kürzere Lieferketten zu erlangen.“

Die stabilisierende Diversität sei laut Stiftner zu sehr der Effizienz geopfert worden. „Für mehr Krisensicherheit, für mehr Resilienz, für eine ökologische Nachhaltigkeit werden wir uns breiter aufstellen müssen“, sagt der BVL-Präsident. „Wir werden daran arbeiten Reindustrialisierung, Schlüsseltechnologien, essentielle Produktionen und die Wertschöpfung, wenn nicht im eigenen Land, so doch in Europa zu halten.“  (ms)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ÖSTERREICH – TRANSPORT & LOGISTIK.

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Österreich – Transport & Logistik, Logistik & Supply Chain Management, Corona Epidemien & Seuchen – Transport und Logistik, Verband – BVL


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