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Pakete

Laut einer Studie landeten schätzungsweise 20 Millionen zurückgeschickte Artikel 2018 im Müll

©Rolf Vennenbernd/dpa/picture-alliance

Bundesumweltministerin Schulze will Vernichtung von Waren stoppen

Millionen bestellte Artikel landen aus verschiedensten Gründen wieder beim Online-Händler und werden nicht selten im Anschluss vernichtet. Wenn es nach Bundesumweltministerin Svenja Schulze geht, soll mit diesem Vorgehen nun Schluss sein.

Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze will der Vernichtung von Produkten, vor allem durch Online-Händler, einen Riegel vorschieben. „Neuwertige Waren einfach wegschmeißen, einfach verbrennen, so kann man mit den Ressourcen nicht umgehen“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Dies betreffe etwa Modeartikel oder Elektronik. Solche Waren könnten auch gespendet werden.

Schulze sagte zugleich: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich natürlich auch fragen, ob es für die Umwelt wirklich gut ist, viele Artikel zu bestellen und die Hälfte dann wieder zurückzusenden.“ Mit jedem dieser Artikel seien Transportwege und Belastungen für die Umwelt verbunden.

Ein vom Kabinett beschlossener Gesetzentwurf biete die Grundlage dafür, dass das Ministerium Verordnungen mit konkreten Regelungen erlassen könne. So sollen Online-Händler künftig transparent darstellen, ob und wie viele Waren vernichtet werden.

Außerdem wolle der Bund bei der Vermeidung von Abfall mit gutem Beispiel vorangehen, sagte Schulze. Künftig soll für alle Bundesbehörden bei der öffentlichen Beschaffung gelten, dass ressourcenschonende Produkte bevorzugt werden. (dpa/ja)

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