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Lkw, Parkplatz. Fahrer. Lenk- und Ruhezeit

Wegen dem Fahrermagel denkt man in Großbritannien darüber nach, das Militär einzusetzen (Symbolbild)

©Andreas Arnold/dpa/picture-alliance

Britische Soldaten könnten im Notfall als Lkw-Fahrer aushelfen

In Großbritannien mussten mehrere Tankstellen schließen, weil Lkw-Fahrer für die Tanklaster fehlen. Nun wird darüber nachgedacht, dass Soldaten als Fahrer einspringen.

London. Britische Soldaten könnten nach Angaben der Regierung im Notfall einspringen, um Tankstellen mit dem nötigen Treibstoff zu versorgen. „Wenn das helfen kann, werden wir sie einsetzen“, bestätigte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag, 24. September, in einem BBC-Interview. Zuvor hatte die „Times“ über den möglichen Einsatz des Militärs für den Fall berichtet, dass sich die aktuelle Krise weiter zuspitzt.

Da das Land an einem akuten Mangel an Lastwagenfahrern leidet, haben sowohl BP als auch Esso mehrere ihrer Tankstellen in Großbritannien zeitweise geschlossen. Die britische Regierung rief Verbraucher dazu auf, trotzdem nicht in Panik zu verfallen. Die „Sun“ titelte am Freitag hingegen mit einem letzten Tropfen aus dem Tankhahn und der Schlagzeile „Wir laufen leer“ („We're running on empty“).

Das britische Verteidigungsministerium wies auf Anfrage darauf hin, dass eine zivile Partei eine Anfrage stellen müsse, bevor Soldaten zum Einsatz kommen könnten. Die nach Branchenangaben rund 100.000 fehlenden Lastwagenfahrer stellen auch den Lebensmittelsektor und viele andere Branchen vor erhebliche Probleme. Die Regierung lehnt es bislang jedoch ab, die Visa-Regeln zu ändern, um ausländische Arbeitskräfte einzusetzen. Viele von ihnen haben wegen Brexit und Corona das Land verlassen. Shapps wies jedoch zurück, dass der britische EU-Austritt einer der Gründe für die Krise sei und machte vor allem die Pandemie verantwortlich. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special GROSSBRITANNIEN UND IRLAND.

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