Brexit Symbolbild

Nach dem Brexit sollten sich Unternehmen Investitionen in Großbritannien gründlich überlegen

©Picture Alliance/Chromorange/Ralph Peters

Brexit: Deutsche Firmen müssen Investitionen abwägen

Die Bundeswirtschaftsministerin rät Unternehmen, Investitionen in Großbritannien nach dem Brexit abzuwägen. Auf die britische Wirtschaft kämen schwere Zeiten zu.

Berlin/Passau. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sieht nach der britischen EU-Austrittserklärung schwierige Zeiten für die britische Wirtschaft voraus. Unternehmer aus Deutschland sollten daher nun ihre Investitionen abwägen, sagte sie der „Passauer Neuen Presse“. „Solange unklar ist, wie die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien in zwei Jahren aussehen, stellt sich auch für deutsche Unternehmen die Frage: Sollen wir noch langfristig in Großbritannien investieren? Das muss jedes Unternehmen eigenständig beantworten“, sagte Zypries.

Handelsschranken sollten vermieden werden

Enge Wirtschafts- und Handelsbeziehungen lägen jedoch im Interesse Deutschlands. Es bestehe auch „kein Grund zur Unruhe“. Für die Zeit nach dem Austritt sollten Handelsschranken zu Großbritannien so weit wie möglich vermieden werden, sagte die Ministerin. Klar sei aber auch: „Es wird nicht einfacher für britische Unternehmen.“

Die deutsche Industrie hatte bei den anstehenden Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens eine „maximale Schadensbegrenzung“ verlangt. Die EU und London sollten rasch klären, wie sie die wirtschaftlichen Beziehungen langfristig wieder auf eine stabile Grundlage stellen wollten, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, am Mittwoch. (dpa)

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