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Bundesverkehrsminister Scheuer will mit alternativen Antrieben die Nullemissionslogistik auf der Straße erreichen

©picture alliance/Michael Kappeler/dpa

BMVI fördert drei Projekte für alternative Lkw-Antriebe

CO2-Emissionen mithilfe alternativer Antriebe im Straßengüterverkehr reduzieren: Mehrere Projekte beschäftigen sich mit dieser Herausforderung und können sich nun über Geld vom Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur freuen.

Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am Dienstag im Zuge der ersten Wasserstoffvollversammlung Fördergelder in Höhe von insgesamt 24,4 Millionen Euro an drei Projekte übergeben, die alternative Antriebe für Nutzfahrzeuge entwickeln. Das Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) die Forschung und Entwicklung sowie Maßnahmen zur Marktaktivierung. Für das NIP stehen laut BMVI ab 2021 rund 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie stehen demnach weitere 1,6 Milliarden Euro bis 2024 bereit.

Darüber hinaus plant das BMVI eine technologieoffene Förderung für den Kauf von Bussen, Nutzfahrzeugen und Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben, darunter auch Fahrzeuge mit Wasserstoff- und Brennstoffzellenantrieb einschließlich der für die Fahrzeuge erforderlichen Tankinfrastruktur.

Bundesverkehrsminister Scheuer dazu: „Mit alternativen Antrieben wollen wir hin zur Nullemissionslogistik auf der Straße. Deshalb unterstützen wir die Unternehmen dabei, nachhaltige Antriebstechnologien zur Marktreife zu bringen und einzusetzen. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann batterieelektrische und Wasserstoff- sowie Brennstoffzellen-Antriebe im Straßengüterverkehr wettbewerbsfähig sein werden. Wir packen das Thema aktiv an, denn rund 90 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehrssektor kommen vom Straßenverkehr, ein Drittel davon machen Lkw aus.“

Die drei geförderten Projekte im Überblick

  • SELV (Förderung: rund 16,9 Millionen Euro): Bei dem Projekt der RWTH Aachen steht die Umrüstung von schweren Lkw auf Brennstoffzellenantrieb im Fokus – und dies herstellerunabhängig von alten und neuen Fahrzeugen. Dafür wird ein brennstoffzellenbasierter modularer Antriebsbaukasten entwickelt, der genau das ermöglicht.
  • Hylightcom (Förderung: rund 5,7 Millionen Euro): Im Projekt Hylightcom der Opel Automobile GmbH geht es um die Entwicklung eines leichten Nutzfahrzeuges mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb und die Erprobung von fünf Prototypen als Grundlage für die Großserienfertigung ab 2025.
  • Scale-e-Drive (Förderung: rund 1,8 Millionen Euro): Mit dem Projekt der Daimler Truck AG und der Universität Kassel werden batterie-elektrische Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 und 7 Tonnen entwickelt und erprobt. Bisher gibt es in dieser Klasse nur wenige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

(ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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Lkw-Landverkehr & Stückgut, Scheuer, Andreas, CO2 und Luftschadstoffe, Grüne Logistik & Umweltschutz, Behörde – Bundesverkehrsministerium


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