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Geldscheine, Hand, Frau, zählen, Förderung, Euro

Teilweise hat Bayern die angekündigten Verträge verdoppelt

©Christin Klose/dpa/picture-alliance

Bayern erhöht Soforthilfe für Unternehmen

Bayerische Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Liquiditäts-Schwierigkeiten geraten, sollen mehr Geld bekommen als ursprünglich angekündigt.

München. Der Bayerische Ministerrat hat Verbesserungen bei der Corona-Soforthilfe beschlossen. Das teilte das bayerische Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. Erhöht wurde die Unterstützung von Firmen von 5000 Euro auf 9000 Euro bei bis zu fünf Mitarbeitern, von 7500 auf 15.000 Euro bei sechs bis zehn Mitarbeitern, zwischen elf und 50 Beschäftigten von derzeit 15.000 auf maximal 30.000 Euro. Unternehmen bis 250 Mitarbeiter erhalten aus dem bayerischen Soforthilfe-Programm statt 30.000 nun bis zu 50.000 Euro. Wer einen Liquiditätsengpass hat und bereits zuvor einen Antrag auf bayerische Soforthilfe gestellt hatte, der kann einen Folgeantrag stellen um die Differenz zur neuen, höheren Summe auszugleichen.

Zudem wurden laut bayerischem Verkehrsministerium auch die Antragsvoraussetzungen für die Soforthilfe noch einmal gelockert. Ab sofort gelte: Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (zum Beispielgewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.

Darüber hinaus gibt es jetzt ein Online-Antragsverfahren für das Soforthilfeprogramm Corona gestartet. Die Software wird bayernweit für die elektronische Antragstellung. Sie bildet laut dem bayerischen Wirtschaftsministerium den kompletten digitalen Prozess von der Antragstellung über die Sachbearbeitung bis hin zur Verbescheidung und Auszahlung über das Kassensystem ab. Entwickelt haben das Programm die Pegasystems GmbH und die T-Systems International GmbH als Rechenzentrumsbetreiber. Durch das System sollen Unternehmen schneller an Geld kommen. 

Mit dem Start der elektronischen Antragsstellung wird das bisherige Verfahren mit einem PDF-Formular beendet. Das hatten seit Mitte März mehr als 207.000 Firmen genutzt. Bis zum 31. März wurden laut bayerischem Wirtschaftsministerium bereits 229 Millionen Euro ausgezahlt. Online-Anträge können Unternehmen hier stellen.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION BAYERN.

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  • 01.04.2020

    Michael Knoch

    Ich habe bereits vor 12 Tagen einen Antrag mit dem bisher gültigen PDF Formuar via eMail gestellt. Muss ich jetzt einen neuen Antrag stellen und wenn ja, führt dann die Bearbeitung zu weiteren Verzögerungen bei der Auszahlung?
    Vielen Dank für eine kompetente Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen, M. Knoch


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