Stau an der Grenze

Lange Staus am Walserberg sollen bald Geschichte sein: Die Bauarbeiten für eine dritte Spur am Grenzübergang haben begonnen

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Bayern baut neue Spur für Grenzkontrollen am Walserberg

Die Bauarbeiten haben begonnen, schon zu Beginn der bayerischen Sommerferien soll alles fertig sein.

Salzburg/München. Zur Entzerrung des Verkehrs bei den Grenzkontrollen am Übergang Walserberg bei Salzburg baut Bayern eine dritte Spur (die VerkehrsRundschau berichtete). Am Montag begannen die Bauarbeiten. „Hier geht's Vollgas los”, sagte Daniel Schmidt von der Autobahndirektion Südbayern. Zwei Bagger und mehrere Arbeiter hätten damit begonnen, Asphaltflächen wegzubrechen und Erde auszuheben. In eineinhalb bis zwei Wochen soll die neue Spur asphaltiert werden, kündigte Schmidt an. „Wir werden vor den Sommerferien fertig.” Eine Million Euro kostetet das Projekt. Es soll die Abfertigung gerade in der Sommerreisezeit beschleunigen und kilometerlange Staus auf österreichischer Seite verhindern. 

Weil immer wieder genervte Autofahrer in Österreich von der Autobahn abgefahren und über die Dörfer ausgewichen waren, hatten die Salzburger gedroht, ihre Straßen ähnlich wie Tirol für diesen Ausweichverkehr zu sperren und ihn stattdessen über bayerische Orte zu schicken. Auch sensibles Vorgehen der kontrollierenden Polizeibeamten bei drohenden Rückstaus soll die Lage entspannen. 

Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) betonte, Bayern habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den „verständlichen Wünsche unserer Nachbarn” nach Verkehrsentlastung im Grenzgebiet nachzukommen. Der Salzburger Landesrat für Verkehr, Stefan Schnöll, sagte, wenn sich mit den Maßnahmen keine langen Staus mehr bildeten und Ausweichverkehr vermieden werde, verzichte Salzburg auf die Sperrungen. 

Zwischen Österreich und Deutschland herrscht verkehrspolitisch in anderen Punkten weiter Anspannung. Ärger gibt es etwa wegen der Blockabfertigung von Lastwagen und seit Neuestem wegen der regionalen Fahrverbote für Autofahrer rund um Innsbruck, die bei Staus die Autobahn verlassen und über die Dörfer fahren. (dpa)

 

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