E-Highway, Oberleitungs-Lkw, Schleswig-Holstein, A1

Mithilfe einer Oberleitungs-Infrastruktur sollen Lkw-Transporte in Baden-Württemberg klimaschonender werden (Symbolbild)

©Markus Scholz/dpa/picture-alliance

Bau der Oberleitungs-Infrastruktur an B 462 schreitet voran

Auf der Teststrecke im Murgtal sollen während der Testphase täglich 128 Lkw-Fahrten mit Hybrid-Oberleitungs-Lkw durchgeführt werden. Die Testphase ist für Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2024 vorgesehen.

Stuttgart. Ein wichtiger Meilenstein für das Pilotprojekt zu elektrisch betriebenen Hybrid-Oberleitungs-Lkw (eWayBW) in Baden-Württemberg ist erreicht. Im Juni hatten die Arbeiten zum Bau der Oberleitungs-Infrastruktur an der B 462 im Murgtal begonnen, die künftig Lkw-Transporte klimaschonender ermöglichen soll. Anlässlich der jetzt beginnenden Oberleitungsmontage hat der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann, die Baustelle nahe Bischweier besucht.

Auf der Teststrecke im Murgtal sollen während der Testphase täglich 128 Lkw-Fahrten mit Hybrid-Oberleitungs-Lkw durchgeführt werden. Dies sind rund zehn Prozent der gesamten gemittelten Lkw-Belastung auf der Teststrecke. Die Testphase ist für Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2024 vorgesehen.

Jürgen Skarke, Abteilungspräsident aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe informierte über den aktuellen Stand zum Bau der Oberleitungs-Infrastruktur: „Nach den umfangreichen Vorbereitungen und Verhandlungen laufen nun die Montagearbeiten für die Masten und Ausleger sowie das Ziehen der ersten Fahrdrähte. Auch wenn der Bau der Oberleitungstechnik ein Novum für uns als Straßenbauer ist, so stellen wir uns im Regierungspräsidium Karlsruhe der technischen Herausforderung, dieses Pilotprojekt baulich umzusetzen“, so Skarke.

Verkehrsminister Winfried Hermann lobt Projektfortschritt

„Ich freue mich, heute die Arbeiten der Oberleitungsmontage aus nächster Nähe verfolgen zu können. Seit Baubeginn im Juni liefen die Arbeiten weitestgehend problemlos. Entgegen vielen Befürchtungen gab es bisher auch keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen durch die Baustelle“, betonte der Verkehrsminister. Er fügte hinzu: „Das ist ein guter Auftakt eines Projektes, das klimaschonenden Transport praktisch erprobt. Mein Dank gilt den Planern des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Baufirma, die den Bau des Pilotprojektes schnell und erfolgreich umsetzen.“

Minister Hermann machte auch deutlich, warum der Aufwand für dieses Pilotprojekt betrieben wird: „Neben der Corona-Krise gibt es nach wie vor und zunehmend sichtbar die Klimakrise, die sich nicht aufschieben lässt. Wir beteiligen uns deshalb an dem bundesweiten Pilotprojekt, da wir die Suche nach der Technik von morgen unterstützen möchten. Ein klimaschonenderer Straßengüterverkehr wird dringend benötigt. Auch, wenn große Anstrengungen erfolgen, um den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, wird auf absehbare Zeit der Großteil weiterhin auf der Straße transportiert werden. Wir brauchen also funktionierende Alternativen zum bisher dominierenden Diesel-Lkw, wenn wir die Klimaschutzziele im Verkehr erreichen wollen.“ (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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