Weihnachtspaket, Deutsche Post DHL, Logistikzentrum Speyer

In Kassel müssen sich DHL-Kunden ihre Weihnachtspakete derzeit teilweise selbst abholen, weil ein Streik zu Zustellengpässen geführt hat

©Uwe Anspach/dpa/picture-alliance

Auslieferstau: Kunden in Kassel sollen Pakete selbst abholen

Ein dreitägiger Streik der Beschäftigten hat Deutsche Post DHL kurz vor Weihnachten einen Strich durch die Planung gemacht, weshalb jetzt ein Lager als eine Art riesige Packstation eingerichtet worden ist.

Kassel/Lohfelden. Angesichts vieler nicht ausgelieferter Pakete vor Weihnachten greift die Deutsche Post DHL in Kassel zu ungewöhnlichen Methoden. Das Unternehmen hat dort ein Lager in einem Vorort angemietet und bittet Kunden, ihre Pakete selbst abzuholen. „Wir wollen die Menge der Pakete so schnell wie möglich auf Null reduzieren“, sagte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag. Es handele sich nicht um eine Fehlplanung des Unternehmens. Man habe die Zahl der Paketzusteller in der Stadt um 40 auf über 100 erhöht. Doch drei Streiktage hätten in Kassel für einen Rückstand gesorgt.

Die Post hatte sich nach eigenen Angaben vergeblich um die Erlaubnis bemüht, zweimal sonntags auszuliefern. Die jetzige Lösung in Kassel sei ein Einzelfall. „Wir entschuldigen uns für die weiten Wege, aber wir wollten diese Option anbieten und sie wird genutzt“, sagte der Post-Sprecher. In Härtefällen, bei denen Kunden die Pakete nicht abholen könnten, werde man Lösungen finden. Das Abholzentrum soll noch bis zum 29. Dezember bestehen bleiben. Die Tageszeitung „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) hatte zuvor darüber berichtet. (dpa/ag)

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