Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, bemüht sich um noch mehr Frachtaufkommen und bessere Passagierzahlen

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Auch 2019 mehr Fracht und weniger Passagiere am Flughafen Hahn

Der einzige größere Airport in Rheinland-Pfalz kämpft weiter mit gegenläufigen Entwicklungen. Zu seinen Frachtflügen nach China gibt es unterschiedliche Aussagen.

Hahn. Am defizitären Hunsrück-Flughafen Hahn setzen sich auch in diesem Jahr zwei gegenläufige Entwicklungen fort: Das Frachtgeschäft legt zu, die Passagierzahlen sinken. Im Januar 2019 steigerte sich die umgeschlagene Fracht im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,1 Prozent auf 13 805 Tonnen, wie aus der jüngsten Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervorgeht. Die Zahl der Passagiere sank dagegen um 16,9 Prozent auf 125.782. Der abgelegene Flughafen gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Mischkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir arbeiten daran, sowohl das Frachtaufkommen als auch die Passagierzahl zu erhöhen.“ Auch bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin (6. bis 10. März) habe er die Gespräche mit möglichen neuen Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern intensivieren wollen. Details nannte er nicht.

Zweifel an Geschäft mit China-Airlines

Ende 2018 hatte der Flughafen Hahn zusätzliche Fracht-Verbindungen nach Asien angekündigt. Zur Unterstützung der chinesischen „Neuen Seidenstraße“, einem geplanten Ausbau von Handelswegen zwischen Asien und Europa, sollten Fracht-Airlines unter anderem nach Zhengzhou und Hongkong ins Reich der Mitte fliegen. Die Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn teilte nun mit Blick auf die chinesische Frachtfluggesellschaft Suparna Airlines mit: „Unsere Auswertung von Flugplänen für die Monate Januar und Februar 2019 hat jedoch keine Anhaltspunkte für zusätzliche Flüge zwischen China und dem Flughafen Frankfurt-Hahn gegeben.“ Die Verkehrsrechte für Suparna-Frachtflüge von China in den Hunsrück seien ungeklärt.

Hahn-Manager Goetzmann widersprach: „Wir haben keine Probleme mit Suparna.“ Dass Fracht einmal von einer Route zu einer anderen wandere, sei normal: „Das sind natürliche Schwankungen.“ Insgesamt wachse das Frachtgeschäft im Hunsrück nach wie vor, wie es auch die ADV-Statistik zeige, ergänzte Goetzmann. (dpa/ag)

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