Gletscher-Vulkans Eyjafjallajoekull
Der Ausbruch eines isländischen Vulkans stürzte den Flugverkehr im Frühjahr für mehrere Tage ins Chaos ©ddp/Nasa

Aschewolke: Kritik an Untätigkeit der EU

EU-Parlamentsabgeordneter Langen kritisiert die EU-Regeln für Flugverbote bei Vulkanaschewolken als unzureichend

Brüssel. Als weiterhin unzureichend hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Werner Langen, die Maßnahmen kritisiert, die die EU-Mitgliedsstaaten als Konsequenz aus der Vulkanaschewolke im vergangenen Frühjahr gezogen hätten. Die EU-Regeln über Flugverbote seien nach wie vor unklar, schreibt Langen in einer Pressemitteilung. Der CDU-Politiker hatte bereits am 22. Juni seine Fragen nach den Konsequenzen aus dem Flugchaos am europäischen Himmel aufgrund der isländischen Vulkanaschewolke gestellt. Jetzt erhielt er vom Gremium der EU-Mitgliedsländer, dem EU-Rat, seine Antwort.

Darin wird die EU-weite Einigung bestätigt, dass Flugzeuge in Europa ab einer Aschekonzentration von 4000 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht mehr fliegen sollten. Bei geringeren Aschekonzentrationen dürfen die einzelnen Länder jedoch weiterhin selbst entscheiden, ob in ihrem Luftraum geflogen werden darf oder nicht. "Damit geht der Flickenteppich in der europäischen Luftfahrt weiter", kritisiert Langen. Der Rat habe aus der isländischen Aschwolke nichts gelernt. "Die unbefriedigenden Angaben des Rates zeigen, dass das Projekt eines gemeinsamen europäischen Luftraums so schnell wie möglich kommen muss", fordert der Europaabgeordnete.

Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte auf dem EU-Verkehrsministerrat am 24. Juni die zu geringen Anstrengungen, diesmal aber der EU-Kommission, kritisiert, nach den ersten hektischen Wochen tatsächlich einheitliche Regeln für den europäischen Flugverkehr bei Aschekonzentration in der Luft vorzuschlagen. Neue, schnell greifende Initiativen in diese Richtung zeichnen sich auch zurzeit nicht ab bei den EU-Einrichtungen in Brüssel. (kw) 

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