Frank Lehner (Vorstand Internationalisierung ARS Altmann), Herbert Brack (Geschäftsführer ICL), Ruopeng Zhai (Vice General Manager Xi’an International Inland Port und Stefan Fesser (CEO Volvo Car Gent) (v.l.n.r.)

©ARS Altmann AG

Ankunft des ersten Zuges mit Volvo-Fahrzeugen aus China

ARS Altmann bietet im Bahnverkehr zwischen Europa und China ein neues Hybridkonzept an, das gemeinsam mit Intermodal Container Logistics Wien entwickelt wurde.

Gent. Im Bahnterminal am Kluizendock im belgischen Gent haben Vertreter von Volvo, des Automobillogistikers ARS Altmann und weiterer beteiligter Dienstleister am 4. Juli die Ankunft des ersten Zuges mit Volvo-Fahrzeugen aus China gefeiert. Ab sofort werden in mehreren Rundläufen pro Woche Fahrzeuge des schwedischen Traditionsunternehmens zwischen China und Europa transportiert. Das Gesamtvolumen beträgt rund 40.000 Fahrzeuge pro Jahr.

Transportiert werden die Fahrzeuge im Rahmen eines ganzheitlichen Hybridkonzepts, das ARS Altmann zusammen mit dem Partner Intermodal Container Logistics Wien (ICL) entwickelt hat. Das Konzept für die neue Seidenstraßen-Relation sieht die Kombination aus geschlossenen, doppelstöckigen Autotransport-Waggons auf dem Streckenabschnitt zwischen Belgien und Polen sowie 40-Fuß-Containern auf dem Streckenabschnitt zwischen Polen und China vor.

Fahrtzeit beträgt bis zu 18 Tage

Bereits im vergangenen Jahr hatte ARS Altmann den ersten durchgängigen Automotive-RoRo-Zug von Bremerhaven nach Chongqing auf die Schiene gesetzt. Dieser wurde über das unternehmenseigene Terminal in Chernyakhovsk bei Kaliningrad (Russland) gefahren, das sowohl auf europäische als auch russische Eisenbahnwaggons ausgelegt ist. Mit dem neuen Hybridkonzept bietet ARS Altmann seinen Kunden nun eine weitere Lösung an. Die Strecke zwischen China und Europa führt über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen. Die Fahrzeit beträgt je nach Destination etwa 18 Tage.

Frank Lehner, Vorstand Internationalisierung bei ARS Altmann, sieht in Fahrzeugtransporten auf der Seidenstraße großes Potenzial: „Der chinesische Automobilmarkt hat in den vergangenen Jahren für europäische OEM‘s enorm an Bedeutung gewonnen. Gleichzeit steigen die Exportvolumina der in China produzierten Fahrzeuge internationaler Hersteller sowie die Ausfuhren von Elektrofahrzeugen aufstrebender chinesischer Hersteller.“ Für diese global agierenden Kunden böten die von der ARS Altmann AG erfolgreich etablierten Produkte eine optimale Lösung, um noch kurzfristiger auf Händlerwünsche reagieren zu können. Zudem würden sie eine direkte Belieferung von Zentralchina ermöglichen, das wirtschaftlich zu den Metropolen an der Küste aufschließe, sagte Lehner.

Mittelfristiges Ziel von ARS Altmann ist es, geschlossene Automobiltransport-Waggons als festen Bestandteil der Transporte auf der Seidenstraße zu etablieren. Man sei aktuell in Gesprächen mit potenziellen Kunden aus Europa und China, aber auch aus Korea und Russland. (tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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