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Amazon verzeichnete erneut einen hohen Kostenanstieg (Symbolfoto)

©chromorange/dpa/picture-alliance

Amazon-Gewinne niedriger als erwartet

Nach einer Reihe von Quartalen mit Rekordgewinnen, fiel en die aktuellen Gewinne beim Online-Händler Amazon niedriger aus, als von Finanzexperten erwartet.

Seattle. Der brummende Internethandel und florierende Cloud-Dienste haben Amazon erneut zu mehr Gewinn verholfen. Ein starker Anstieg der Ausgaben sorgte im zweiten Quartal allerdings dafür, dass der Online-Händler nicht an die Zahlen der Vorquartale anknüpfen konnte. Verglichen mit dem Vorjahreswert nahm der Überschuss um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) zu. Das teilte der Konzern am Donnerstag, 25. Juli, nach US-Börsenschluss mit.

Damit blieb das Ergebnis unter den Erwartungen der Finanzexperten. Nach einer Serie von vier Quartalen mit Rekordgewinnen reagierten Anleger zunächst enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich um gut zwei Prozent fallen. Der Kurs hat seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 30 Prozent zugelegt, so dass die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen günstig wäre.

Amazon will Lieferlogistik ausbauen

Amazon verzeichnete einen Kostenanstieg um 21 Prozent auf 60,3 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits angekündigt, im zweiten Quartal 800 Millionen Dollar für den Ausbau der Lieferlogistik in die Hand zu nehmen. Amazon will Zustellungen innerhalb von 24 Stunden für Kunden seines „Prime“-Services zum Standard machen – zunächst in Nordamerika und dann weltweit. Dafür sind allerdings erst einmal hohe Investitionen erforderlich.

Auch der Ausblick auf das laufende Quartal ließ aus Sicht der Aktionäre zu wünschen übrig. Amazon stellte einen Betriebsgewinn zwischen 2,1 Milliarden und 3,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 3,7 Milliarden Dollar betragen. Beim Umsatz peilt Amazon im laufenden Vierteljahr einen Anstieg auf 66 Milliarden bis 70 Milliarden Dollar an. Im abgelaufenen Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 63,4 Milliarden Dollar. (dpa)

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