Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Nutzfahrzeugindustrie

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Aiwanger fordert EU-weites Lkw-Förderprogramm

Bayerns Wirtschaftsminister drängt nach einem Besuch bei den Nutzfahrzeugherstellern MAN Truck & Bus und Traton auf Investitionszuschüsse für ein europaweites Flottenaustauschprogramm.

München. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert nach einem Besuch bei den Nutzfahrzeugherstellern MAN Truck & Bus und Traton ein Förderprogramm für Unternehmen, die in die Modernisierung ihrer Lkw-Flotten investieren. „Es ist das Ziel, die bayerischen Produktionsstandorte zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern“, sagte er am Freitag nach dem Treffen mit den Konzernvorständen Matthias Gründler, Andreas Tostmann und Martin Rabe. „Gerade im Bereich der Wasserstoffantriebe für Lkw sehe ich gute Chancen, die Nutzfahrzeugindustrie mit gezielten Förderungen zu unterstützen.“ Derzeit gibt es im deutschen Markt allerdings keine marktreifen Wasserstoff-Lkw, die Unternehmen kaufen könnten.

Konkret Aiwanger drängt die Bundesregierung darauf, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bis Ende 2020 auf europäischer Ebene ein Lkw-Flottenaustauschprogramm einzurichten. Das hatte diese im kürzlich beschlossenen Corona-Konjunkturpaket als Ziel genannt – allerdings genaue Zeitangaben. Aiwanger macht deshalb jetzt Druck: „Zehntausende hochmoderne Lkw stehen aufgrund des Corona-Einbruchs unverkauft auf Halde, während gleichzeitig viele alte Stinker im Einsatz sind. Wir brauchen schnellstens Kaufanreize, um die neuen Fahrzeuge zu verkaufen und in Einsatz zu bringen“, betonte er. Durch einen Nachfrageschub würden auch die Hersteller in die Lage versetzt, gemeinsam in alternative Antriebe zu investieren. (ag)

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