Die Unternehmenspleiten werden nach Expertenmeinung 2020 wieder zunehmen

2020 wohl wieder mehr Firmenpleiten

Nach dem andauernden Rückgang die letzten Jahre werden laut dem Inkassodienstleister Creditreform in Zukunft wieder mehr Unternehmen Insolvenz anmelden.

Frankfurt/Main. Der jahrelange Rückgang der Firmenpleiten in Deutschland ist vorerst beendet. 19.400 Unternehmen werden nach Einschätzung von Creditreform bis zum Ende des laufenden Jahres den Gang zum Insolvenzrichter angetreten haben. Das wären nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei vom Dienstag fast genauso viele wie im Jahr 2018 (19.410 Fälle).

Damit verharrt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Seit dem Höchststand im Jahr 2003 mit 39.470 Firmenpleiten haben sich die Fallzahlen halbiert. Die Zahl für das Gesamtjahr 2019 hat Creditreform auf Basis der bis einschließlich November vorliegenden Fälle hochgerechnet.

Für das kommende Jahr erwarten die Experten allerdings einen Anstieg der Firmenpleiten auf 19.800 Fälle. „Die konjunkturelle Abschwächung in Deutschland schlägt sich zunehmend in den Insolvenzzahlen nieder“, argumentiert Creditreform.

Die Kreditversicherung Euler Hermes hatte anhand von Zahlen für die ersten neun Monate 2019 jüngst darauf hingewiesen, dass im laufenden Jahr verstärkt namhafte und große Unternehmen von Insolvenzen betroffen waren: unter anderen die Modefirma Gerry Weber, die Fluggesellschaft Germania und das Windanlagenunternehmen Senvion. Für viel Aufsehen sorgte zuletzt die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook. Amtliche Zahlen für das Gesamtjahr 2019 veröffentlicht das Statistische Bundesamt im März. (dpa/fa)

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