Eurocombi

Die Bezeichnung „Eurocombi“ wird mittlerweile als Oberbegriff für neue Konzepte im Bereich Sattelzüge und LKW-Anhänger-Kombinationen verwendet. Deren Fahrzeuglängen und -Gewichte liegen über den in Deutschland zulässigen Maßen. Diskutiert wird insbesondere eine Verlängerung der Fahrzeugkombinationen von derzeit ohne Sondergenehmigung zulässigen 18,75 Meter auf 25,25 Meter oder 26,50 Meter.

Das zulässige Gesamtgewicht soll bei einigen Eurocombi-Vorschlägen bei den derzeit erlaubten 40 beziehungsweise 44 Tonnen (Vor- und Nachlauf im Kombinierten Verkehr) belassen werden. Andere Eurocombi-Konzepte fordern eine Erhöhung des Gesamtgewichts auf 48 oder sogar 60 Tonnen.

Ursprünglich beschreibt der Begriff Eurocombi ein NFZ-Konzept mit 25,25 Meter Fahrzeuglänge und zulässigen Gesamtgewichten von bis zu 60 Tonnen, das vom Verband der Automobilindustrie (VDA) im Jahr 2006 erstmals öffentlich vorgestellt wurde.

Neben Eurocombi werden in der Diskussion über neue LKW-Fahrzeugmaße und -Gewichte auch die Begriffe „Gigaliner“, „Ökoliner“, „Longliner“, „Europäisches Modulares System (EMS)“ oder auch „Monstertrucks“ verwendet. Im englischen Sprachraum ist auch der Begriff Long Combination Vehicle (LCV) anzutreffen. In den Niederlanden wird die Wendung „Langere en Zwaardere Vrachtautocombinatie (LZV)“ benutzt. Einige Verbände sprechen allgemein von „Innovativen Nutzfahrzeugkonzepten“.

Das Bundesverkehrsministerium verwendet seit Mai 2010 den Begriff „Lang-LKW“. Mit diesem definiert das Bundesverkehrsministerium LKW-Kombinationen mit einer Länge von bis zu 25,25 Meter und einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen. Längere und oder schwere LKW-Kombinationen schließt das Bundesverkehrsministerium explizit aus. (ak)
Lexikon Übersicht