Volvo mit Milliarden-Verlust

05.02.2010 09:44 Uhr
Volvo
Volvo verliert fast ein Drittel des Umsatzes

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller kämpft mit hohen Verlusten sowie sinkendem Absatz bei seinen Lastwagen und Bussen

Göteborg. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo kämpft weiterhin mit hohen Verlusten sowie sinkendem Absatz bei seinen Lastwagen und Bussen. Wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte, brachte das vergangene Jahr einen Nettoverlust von 14,7 Milliarden Kronen (1,4 Mrd Euro) nach einem Gewinn von zehn Milliarden Kronen im Jahr 2008. Im vierten Quartal fuhr Volvo ein Minus von zwei Milliarden Kronen nach einem Verlust von 1,3 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum ein. Es werde für 2009 keine Dividende ausgezahlt, teilte das schwedische Unternehmen mit, das unabhängig von Volvo Personenwagen operiert. Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Herstellers von Nutzfahrzeugen nach Daimler sackte im Jahresverlauf von 304,6 auf 218,4 Milliarden Kronen. In den letzten drei Monaten des Jahres fiel der Erlös im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 78 auf 59,8 Milliarden Kronen. Konzernchef Leif Johansson sagte, nach den Rückgängen sehe Volvo jetzt positive Anzeichen für neues Wachstum vor allem in Ländern wie Indien und China. Aber auch in Europa rechnen die Skandinavier mit einem Wachstum von zehn Prozent. Er verwies auf eine Steigerung des Auftragseingangs um 19 Prozent vom dritten auf das vierte Quartal. „Wir sind auf dem Weg zur Wiedergenesung in einem normalen Konjunkturzyklus", sagte Johansson. Volvo hatte nach Ausbruch der Finanzkrise 2008 fast 50 Prozent des Umsatzes verloren und im Gefolge 3000 Mitarbeiter entlassen. Johansson hatte im Januar mit Blick auf die Partnerschaft der Volvo- Konkurrenten MAN und Scania unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns erklärt, dass es weltweit zu viele Hersteller gebe und eine „Konsolidierung normal ist". Volvo als Nutzfahrzeughersteller wird komplett unabhängig von der gleichnamigen Personenwagensparte geführt. Letztere ist vom US- Konzern Ford an Geely in China verkauft. (dpa)

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