03.06.2009 | Transport + Logistik

USA: Scannen von Luftfracht läuft erfolgreich an

New York. Versender von vergänglichen Produkten erheben zunehmend Bedenken, dass die verlangte hunderprozentige Durchleuchtung der Fracht für US-Passagierflüge zu Verzögerungen führen könnte, die eine Bedrohung für verderbliche Fracht darstellen. Die neue Regelung verlangt, dass bis August 2010 100 Prozent und bis Februar 2009 50 Prozent der Fracht mit Bestimmungsort USA sowie auf Inlands-Passagierflügen in Nordamerika durchleuchtet werden.

Laut eines Medienberichts war es der Transportation Security Administration (TSA) möglich, den vorläufigen Stichtag aufgrund der Fokussierung auf schmalrümpfige Passagierflugzeuge einzuhalten. Diese transportieren einen geringen Frachtanteil. In Zukunft soll auf weitrümpfige Passagierflugzeuge fokussiert werden. Sie transportieren 75 Prozent der insgesamt auf Passagierflugzeugen transportierten Fracht im Inland und 96 Prozent der auf Passagierflügen beförderten Fracht im internationalen Verkehr.

Einige Spediteure denken über die Versendung von Fracht über Kanada nach, wo die Durchleuchtungsvorschriften weniger strikt sind. „Wir erwarten keinerlei Verzögerung bei der Versendung von Agrargütern“, sagte der Sprecher der TSA Dwayne Baird. „Der Handel ist genauso wie die Sicherheit von höchstem Interesse.“

Doch die Industrie ist bisher nicht überzeugt. Der Direktor der Valley Growers-Shippers Association südlich von Seattle erklärte zum Beispiel, dass die Mitglieder mehr Kirschen in Kühlcontainern auf See verschiffen werden. Die Kosten für das Scannungsverfahren könnten auf die Verbraucher beziehungsweise Spediteure abgewälzt werden.

Die Universal Freight Forwarders in Washington, die Fracht von einigen der größten Agrarproduktehersteller im Nordwesten der USA handelt, denkt über eine Änderung ihrer Versendungswege nach. Laut der Zollmaklerin des Unternehmens Sylvia Scherer sollen künftig weniger Erzeugnisse auf Passagierflugzeugen transportiert werden. (rup)

 
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