Urteil der Woche: Gericht: Unterschiede bei Lohnerhöhungen möglich

21.07.2009 16:54 Uhr

Sperren sich Mitarbeiter gegen schlechtere Arbeitsbedingungen, können sie unter Umständen von Lohnerhöhungen ausgeschlossen werden.

Sperren sich Mitarbeiter gegen schlechtere Arbeitsbedingungen, können sie unter Umständen von Lohnerhöhungen ausgeschlossen werden. Zwar dürfe ein Teil der Beschäftigten nicht willkürlich übergangen werden, aus sachlichen Gründen seien Unterschiede aber möglich, urteilte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Damit blieb die Klage eines Mannes aus Nordrhein-Westfalen auch in der dritten Instanz erfolglos. Seine Firma hatte die Entgelte ab Januar 2007 um 2,5 Prozent erhöht. Davon ausgenommen waren jene 14 Mitarbeiter, die sich zuvor nicht auf eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen eingelassen hatten. Die übrigen der rund 300 Beschäftigten hatten drei Jahre zuvor unter anderem einer Kürzung ihres Urlaubsanspruchs und des Urlaubsgeldes zugestimmt. Der Arbeitgeber bot dem Kläger die Lohnerhöhung nur unter der Voraussetzung an, dass er ebenfalls der Vertragsverschlechterung zustimme. Das lehnte dieser ab. Nach Ansicht der obersten Arbeitsrichter handelte der Arbeitgeber nicht sachwidrig oder willkürlich, als er den Einkommensverlust von 2003/2004 mit einer Lohnerhöhung teilweise ausglich. Der Arbeitgeber habe zuvor ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Tariferhöhung aus diesem Grund gezahlt werde. Da der Kläger keinen Einkommensverlust erlitten habe, könne er auch nicht auf einen Ausgleich beharren. (dpa) Bundesarbeitsgericht Urteil vom 15. Juli 2009 Aktenzeichen: 5 AZR 486/08

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Lagerist (m/w/d)

Sehnde bei Hannover

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.