Unternehmensverband Hafen Hamburg fordert Ende des Freihafens

29.09.2008 15:32 Uhr
Zoll
An den Zollämtern bilden sich immer wieder LKW-Staus (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Logistikunternehmen benötigen eine größere Dispositionsfreiheit: Freihafen stellt immer mehr einen Verkehrsengpass dar

Hamburg. 14 Jahre Diskussion über das Für und Wider des Hamburger Freihafens „sind genug“. Die Freizone sollte daher schnell vollständig aufgehoben oder aber deutlich verkleinert werden, mahnt der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) an. Zugleich begrüßt der die Entschlossenheit des schwarz-grünen Senates, noch in diesem Jahr über die Zukunft des 120 Jahre alten Freihafens zu entscheiden. Aus Sicht von UVHH-Geschäftsführer Norman Zurke stellt der Freihafen immer stärker einen Verkehrsengpass dar. Das gelte vor allem für die Freihafendurchlässe – sprich: Zollämter –, an denen sich zu bestimmten Tageszeiten immer häufiger Fahrzeugstaus bilden. Die Logistikunternehmen im Hafen, aber auch außerhalb des Freihafens, werden zudem mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert, weil LKW-Transporte „nicht frei disponiert“ werden können. Zurke: „Die Disposition wird vielmehr von den Öffnungszeiten der Zollämter und der Art der Ware, das heißt ob es sich dabei um Gemeinschafts- oder Drittlandsware handelt, bestimmt und nicht von wirtschaftlichen Erwägungen.“ Angesichts der steigenden Transportkosten seien die Logistik- und Speditionsbetriebe darauf angewiesen, dass die LKW möglichst kurze Strecken und/oder Rundläufe zur Erfüllung der Transportaufträge zurücklegen können. Indem die Freizone aufgehoben beziehungsweise verkleinert wird, könne die den Hafen durchziehende Verkehrsinfrastruktur viel besser genutzt werden. Vor allem aber würde die „Dispositionsfreiheit der Logistikunternehmen deutlich erhöht“, so Zurke. (eha)

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