Umweltzone: Schonfrist in Frankfurt endet

31.10.2008 15:05 Uhr
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Frankfurt zieht Bilanz nach einem Monat Umweltzone (Bild: ddp)

Einen Monat Umweltzone in Frankfurt: Noch 10 bis 15 Prozent der Fahrzeuge ohne Plakette unterwegs

Frankfurt/Main. Einen Monat nach dem Start der Umweltzone in Frankfurt hat sich die Zahl der Plakettenmuffel verringert. Allerdings haben nach Schätzungen der Stadt immer noch 10 bis 15 Prozent der Autos keine der erforderlichen Feinstaub-Plaketten. Wer ohne sie erwischt wird, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen. Bisher seien die Autofahrer lediglich auf die Plakettenpflicht hingewiesen worden, sagte Wendelin Friedel vom städtischen Umweltdezernat. „Die Schonfrist dauert aber definitiv nicht bis zum Jahresende.“ Wann genau die ersten Strafzettel verteilt werden, wollte Friedel nicht sagen. Seit dem 1. Oktober ist der größte Teil des Frankfurter Stadtgebiets Umweltzone, in der besonders umweltschädliche Autos nicht mehr unterwegs sein dürfen. Die Stadt verspricht sich davon eine sinkende Feinstaubbelastung und eine spürbare Verbesserung der Luftqualität. Weil inzwischen in zahlreichen deutschen Städten Umweltzonen eingerichtet wurden und immer weniger Fahrzeuge ohne Katalysator oder Dieselrußfilter unterwegs seien, werde auch die Belastung durch Autos sinken, die auf den Autobahnen an Frankfurt vorbeifahren, sagte Friedel. Indirekt verbessere die Frankfurter Umweltzone deshalb auch die Luft in Offenbach. Für Fahrzeuge, die keine der roten, gelben und grünen Plaketten bekommen, können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden. Bisher seien rund 2200 dieser bis höchstens Ende 2009 befristeten Genehmigungen ausgestellt worden, sagte Friedel. Sie sind zum Beispiel für Handwerksbetriebe gedacht, deren Fahrzeuge nicht umgerüstet werden können und deren Ersatz nicht sofort möglich ist. Frankfurt ist in Hessen die am stärksten mit Feinstaub belastete Stadt und landesweit die einzige mit einer Umweltzone. Seit Anfang des Jahres wurde der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft in Frankfurt nach Angaben des Landesamts für Umwelt und Geologie an 19 Tagen überschritten, erlaubt sind höchstens 35 Tage im Jahr. 2007 hatte es 33 Überschreitungen gegeben, 2006 war der Grenzwert 55 Mal übertroffen worden. (dpa)

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