29.03.2012 | Transport + Logistik

Transportpreise geben erstmals seit 2010 wieder nach

München. Die konjunkturelle Abkühlung hat sich im Straßengüterverkehr auch bei den Frachtraten bemerkbar gemacht. Im ersten Quartal 2012 gab der VerkehrsRundschau-Index, der von dem Beratungsunternehmen BearingPoint unterstützt wird, um 0,92 Prozent nach.

Erster Rückgang seit sechs Quartalen

Der aktuellste Preisindex für den Straßengüterverkehr in Deutschland ist von 119,16 Punkte im dritten Quartal 2011 auf 118,06 Punkte im erste Quartal 2012 gesunken. Es ist das erste Minus, nach dem der VerkehrsRundschau-Index sechs Quartale zuvor gestiegen war. Der Verlust von 1,1 Punkten entspricht einem Rückgang von 0,92 Prozent. Da das erste Quartal eines Jahres jedoch generell als das schwächste im Transportgewerbe gilt, ist ein Rückgang nicht ungewöhnlich ist.

Hinzu kommt, dass die Konjunktur im ersten Quartal etwas schwächelte. Das bestätigen auch die weiteren Aussagen der Unternehmen, die im Rahmen der Befragung zum VerkehrsRundschau-Index erhoben wurden. Demnach hatten 47,7 Prozent der Logistikdienstleister in den letzten drei Monaten mit sinkenden Mengen zu kämpfen. Bei 28 Prozent der Unternehmen stagnierte das Volumen. 24,3 Prozent geben an, dass ihr Transportaufkommen in den letzten drei Monaten gestiegen ist. Zum Vergleich: Bei der letzten Befragung im dritten Quartal 2011 (für das vierte Quartal 2011 liegen keine Ergebnisse vor) berichteten 63 Prozent der Dienstleister von steigenden Mengen in den letzten drei Monaten.

Differenz zwischen Dienstleister und Verlader

Von großer Bedeutung für die Beteiligten ist die weitere Entwicklung der Transportpreise. Für die nächsten zwölf Monate rechnet fast jeder Zweite der Befragten (48,5 Prozent) mit steigenden Frachtraten. 43,1 Prozent erwarten keine Bewegungen beim Preisniveau, während 8,4 Prozent von sinkenden Entgelten ausgehen. Interessant fällt der Vergleich der Ergebnisse zwischen Logistikdienstleister und Verlader aus. Denn unter den Logistikdienstleistern gehen nur 41,0 Prozent davon aus, dass sie in den kommenden zwölf Monaten mehr Geld für den Transport per LKW erhalten. Bei den Verladern hingegen stellen sich 56,6 Prozent der Befragten darauf ein, dass sie für Frachtraum künftig tiefer in die Tasche greifen müssen.

Eine ausführliche Analyse mit weiteren Ergebnissen finden Abonnenten der Verkehrs­Rundschau ab 30. März im E-Paper der VerkehrsRundschau oder in der Printausgabe vom 30. März 2012. (cd) 

 
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Michael Cordes
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