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22.09.2016Transport + Logistik | Inland

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premiumTrans-o-flex stellt sich neu auf

Aktiv temperierte Transporte, Digitalisierungsoffensive – wie das Weinheimer KEP- und Logistikunternehmen sich zukunftsfit machen will.
Frank Iden Trans-o-flex

Hat die Pharmabranche fest im Blick: Frank Iden, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Trans-o-flex

Foto: Trans-o-flex

Weinheim. Die Trans-o-flex-Logistikgruppe stellt sich neu auf und hat dazu eine neue Pharmalogistikstrategie vorgestellt. „Kernelemente sind einerseits die komplette aktive Temperierung aller Transporte, andererseits unsere Digitalisierungsoffensive GDP+“, betonte Frank Iden, Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens, auf einer Kundenveranstaltung des Unternehmens in Heidelberg. „Heute ist der Trend unumkehrbar, dass sich ambient zum neuen Pharma-Standard entwickelt“, begründet Iden die neue Strategie. Deshalb sei „jetzt der Zeitpunkt gekommen, in der Auslieferung auf volltemperierte Fahrzeuge umzustellen und mittelfristig nur noch temperaturgeführt unterwegs zu sein.“ Mit der neuen Strategie kündigt Trans-o-flex zudem ein umfangreiches Investitionsprogramm an. So will das Weinheimer Unternehmen Investitionen über 56 Millionen Euro in IT, Fahrzeuge, Umschlagzentren und Mitarbeiterschulung investieren.

Neue Digitalisierungsoffensive GDP+

Ab sofort startet Trans-o-flex zudem die Digitalisierungsoffensive GDP+, führt Iden aus. Der Name GDP+ leitet sich von den EU-Vorgaben zur guten Vertriebspraxis von Arzneimitteln her und soll laut dem Geschäftsführer in drei Stufen erfolgen. Erstens sollen alle noch verbliebenen manuellen Datenerfassungsschritte eliminiert werden. Im nächsten Schritt werde Trans-o-flex über alle Transportsysteme und Produktvarianten hinweg einen einheitlichen, manipulationssicheren Daten- und Sendungsfluss installieren, über den wir in einem System zu 100 Prozent transparent und nahezu in Echtzeit informieren. Und schließlich werde das Unternehmen „dieses einzigartige, ganze System zertifizieren, es damit jederzeit nachprüfbar machen und so die Grundlage für seine kontinuierliche Verbesserung schaffen“, kündigt er an. Trans-o-flex-Kunden sollen laut Iden so „in einem System alle relevanten Informationen über ihre Sendungen zu erhalten, auch wenn die Sendungen zu unterschiedlichen Temperaturbereichen gehören und zur Transportoptimierung weiterhin in zwei getrennten Netzwerken gefahren werden“, das sei das Ziel von GDP+.

Künftig alle Trans-o-flex-Netze ausschließlich mit aktiver Temperaturführung

Die Umstellung aller Logistikaktivitäten des Trans-o-flex-Netzes auf vollständige aktive Temperaturführung soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein, teilt der Vorsitzende der Geschäftsführung mit. „Wer mit Trans-o-flex fährt, der fährt künftig temperaturgeführt und bekommt das natürlich, wenn gewünscht, auch detailliert dokumentiert“, erläutert Iden. Auslöser ist, dass sich der Premium-Service ambient bei Arzneimitteln immer mehr als Standardtransport etabliert. „Die Ambient-Menge ist bei uns allein in der ersten Hälfte dieses Jahres um rund 20 Prozent gestiegen. Weitere Kunden haben ihren Umstieg bereits angekündigt. Wir haben inzwischen in allen Ballungsgebieten so viele Ambient-Sendungen, dass es sich dort lohnt, Spezialfahrzeuge einzusetzen und Zustelltouren zu bilden, bei denen überwiegend Arzneimittel ausgeliefert werden.“ Für die Auslieferung von Ambient-Sendungen wird deshalb ab sofort kontinuierlich in weitere volltemperierte Transporter investiert. Allein bis zum Jahresende sind noch 70 Fahrzeugbeschaffungen geplant.

Die bisherige Spezialflotte für das im Oktober 2014 gestartete Ambient-Netz besteht aus rund 190 Thermotrailern, 85 vollklimatisierten Lkw, 40 volltemperierten Transportern sowie 1550 Thermoboxen, die in herkömmliche Transporter eingebaut sind. Mit den neuen Fahrzeugen steigt die Kapazität für die Zustellung im Temperaturbereich zwischen 15 und 25 Grad Celsius gegenüber der Boxenlösung um ein Mehrfaches.

Zahl der Ambient-Hubs wird erhöht

Gleichzeitig erweitert Trans-o-flex auch seine Kapazität im temperaturgeführten Umschlag von Sendungen. Dazu wird die Zahl der Ambient-Hubs schrittweise erhöht. In diesem Monat starten bereits die Umschlagzentren in Hamburg, Berlin, Dortmund, Stuttgart und München als neue ambient-Hubs. „Damit erweitern wir die Kapazität für die ambient-Ware und können die Sendungsmenge besser auf das gesamte Netz verteilen.“

Nicht nur Pharmakunden sollen von Umstellung profitieren

„Mit dieser Strategie wird sich Trans-o-flex künftig noch stärker auf seine Kernbranche Pharma ausrichten und seine Systeme konsequent an den hohen Anforderungen und Bedürfnissen der Pharmaindustrie ausrichten“, sicherte Iden den Kunden in Heidelberg zu. „Wir wollen damit unsere Position als führender Logistikpartner der Pharmabranche weiter ausbauen.“ Allerdings sollen laut Iden nicht nur Kunden der Pharmabranche von den Umstellungen profitieren. „Wer hochwertige Ware transportieren lässt, wie Kosmetik oder High-End-Elektronik, wird ganz eindeutig von den hohen Standards profitieren, die wir bereits eingeführt haben und jetzt konsequent weiterentwickeln.“ Als Beispiele nennt er neben der Transparenz, Geschwindigkeit und Dichte der Sendungsinformationen die Anforderungen an Sicherheit und Sauberkeit, die trans-o-flex aufgrund seiner GDP-Konformität erfüllt. (eh)

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