24.06.2004 | Transport + Logistik

Trailer Holding übernimmt Kögel

Ulm. "Der nunmehr vollzogene Verkauf ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine sichere Zukunft von Kögel und seinen Mitarbeitern in Ulm und Burtenbach", erklärte Insolvenzverwalter Werner Schneider. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die wesentlichen Gesellschafter der Trading Holding bestehen dem Vernehmen nach aus der Beteiligungsgesellschaft SMB und dem ehemaligen EM.TV-Geschäftsführer Thomas Haffa. Der bisherige Kögel-Vorstandschef Klemens Große-Vehne wird auch in der neuen Gesellschaft, die zukünftig unter Kögel Fahrzeugwerke GmbH firmiert, den Vorsitz übernehmen. Die derzeit an den beiden Standorten arbeitenden 680 Mitarbeiter würden weiter beschäftigt. "Über die Bedingungen, etwa die Arbeitszeit, wird derzeit verhandelt", so Große-Vehne. Im Laufe des Insolvenzverfahrens seien 310 Arbeitsplätze abgebaut worden.

Den Angaben zufolge verlaufen die Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens planmäßig. So sei die Trennung von Verlustbringern "zu 100 Prozent vollzogen": Von vormals 400 Aufbauten- und Trailervarianten werden künftig nur die 70 erfolgreichsten angeboten und produziert. Außerdem soll die Einführung eines Produktbaukastens zur Reduzierung der Teilevielfalt bald abgeschlossen sein und eine neue Trailervariante zur diesjährigen IAA-Nutzfahrzeuge vorgestellt werden. Auch mit dem Projekt zur Reduktion der Herstellkosten liege man im Zeitplan, hieß es.

Die Investoren sehen in dem Kauf eine langfristige Beteiligung. Sowohl Kögel als auch Chéreau sollen den Angaben zufolge zukünftig in Europa eine führende Rolle im Trailer- und Kühlfahrzeugmarkt übernehmen, dabei werde der Zukauf weiterer Unternehmen nicht ausgeschlossen. "Das Grundkonzept des Engagements basiert auf den zwei bestehenden, gut eingeführten Marken und dem Nutzen aller vorhandenen Synergien im Vertrieb, der Technik, Produktion und im Einkauf", hieß es von Seiten des Finanzinvestors. Ziel sei es, innovative Produkte zu entwickeln unter Nutzung des bestehenden Entwicklungs-Know-hows.

 
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