10.01.2007 |

Tiefensee fordert verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen

Berlin/Schwedt. Die Raffinerie PCK in Schwedt musste heute nach dem Öl-Lieferstopp durch Weißrussland seine Produktivität auf etwa 60 Prozent zurückfahren. Auf dem Gelände der PCK endet die 5000 Kilometer lange Pipeline "Druschba". Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) äußerte bei einem Besuch der Raffinerie die Hoffnung, dass die Raffinerie bald wieder mit voller Kraft arbeiten könne. Dies teilte am Mittwoch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit.

Laut der Pressemitteilung erklärte Tiefensee: „Wir dürfen uns jetzt nicht nur darauf beschränken, nach anderen Ölquellen Ausschau zu halten. Ziel der Bundesregierung ist es, Energie intelligenter und effizienter einzusetzen. Mit der Kraftstoffstrategie werden wir die große Abhängigkeit vom Öl schrittweise verringern". 74 Prozent seines Ölbedarfs müsse Deutschland durch Importe decken. Der größte Teil des Verbrauchs entfalle hierbei auf den Verkehr. Umso wichtiger sei es demnach laut dem Bundesministerium, Benzin und Dieselverbrauch zu verringern und alternative Energien voranzutreiben.

„Wir wollen den Einsatz von Biokraftstoffen im Tank bis 2020 auf 12,5 Prozent steigern. Die Technologie mit Wasserstoff und Brennstoffzellen ist auf einem guten Weg und wird von Bundesregierung und Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren mit zusammen jeweils einer halben Milliarde Euro gefördert“, fasste Tiefensee zusammen.

Trotz des Ölstreits zwischen Russland und Weißrussland droht in Deutschland nach Worten von Tiefensee kein Engpass. „Die Versorgung der Industrie und der Autofahrer mit Kraftstoff ist mittelfristig gesichert“, sagte Tiefensee am Mittwoch in Schwedt (Uckermark). „Wir können absolute Sicherheit garantieren.“ Er sprach von den nächsten Wochen und Monaten. (dpa/tz)

 
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