26.09.2008 | Transport + Logistik

Thema der Woche: Hallo, Deutschland!

München. "Der Rückzug der Kuscheltiere“ oder „Teddys wieder Made in Germany“ – so lauteten die Schlagzeilen, als das Unternehmen Steiff Anfang Juni mit einer spektakulären Ankündigung an die Öffentlichkeit ging. Man werde die teilweise nach China verlagerte Produktion in die Heimat zurückholen, ließ die Geschäftsleitung verlauten. Die Partner in Übersee hätten nicht die geforderte Qualität gebracht. Sitze das Glasauge eines Teddys nicht genau, schaue er nicht treu, sondern starre nur vor sich hin, hieß es aus der Zentrale in Giengen an der Brenz.

Obwohl Steiff den meisten PR-Rummel produzierte, ist die Firma mit ihrem Entschluss keineswegs allein. Immer wieder haben Unternehmen in letzter Zeit die Wende eingeleitet und dem vermeintlich kostengünstigen Ausland den Rücken gekehrt. Der Staplerhersteller Jungheinrich etwa holte seine Produktionlinien aus Frankreich und aus Großbritannien zurück in die Heimat, der Sportbrillenspezialist Uvex sagte Italien Arrivederci. In beiden Fällen sollen Qualitätsprobleme den Ausschlag gegeben haben. Der Landmaschinen-Hersteller Lemken schloss vor zwei Jahren seine Fabrik im russischen Kaliningrad und konzentriert sich seitdem wieder auf Deutschland.

Die Frage ist: Stehen Steiff und Co. für einen neuen Trend? Kehren die Global Player in Zukunft wirklich reihenweise zur heimischen Scholle zurück? Fakt ist, dass Rückverlagerungen seit Mitte der 1990er Jahre in allen Branchen zu beobachten sind. „Jeder fünfte verlagerte Betrieb kehrt innerhalb von fünf Jahren an den Heimatstandort zurück“, sagt Steffen Kinkel vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe.

Qualitätsmängel, Probleme in der Logistik oder Fehlplanungen - aus welchen Gründen Unternehmen ihre Produktion nach Deutschland zurückverlagern und wieso das Image des Standorts Deutschland davon profitiert, schreibt das Fach- und Wirtschaftsmagazin LOGISTIK inside in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe (10/08). (pi)

Heft online bestellen – hier klicken:
http://www.logistik-inside.de/cms/689692

Telefonische Bestellung unter: 0180 / 500 92 91 (bundesweit nur 0,14 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz/Mobilfunk abweichend).

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

26.09.2008Artikelinformationen

Social Networking
Bildnachweis
(Foto: Archiv/Montage)

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feinstaubwerte 2011 trotz Umweltzonen gestiegen
    juergen diercks meint: So geht das aber nicht weiter. Es koennen doch Wetter und Hochdruck nicht einfach darueber hinweg...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Ludger Haack meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen - durch die "Sturheit" diverser Bundesländer...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Rudolf Röhlich meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen, weil wir auf manchen Relationen unpaarige WB abholen...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Recht + Geld
    Urteil der Woche: Haftungsbeschränkung für verunfallten Fahranfänger
    V 480 Truck meint: Mit 93 KM/h über die Landstrasse brettern, geht schon mal gar nicht, denn das Fahrzeug regelt bei 88...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Amazon-Logistikzentrum schafft 1000 Arbeitsplätze
    Walter Dettinger meint: Wenn es dann richtige Arbeitsplätze sind ist das OK. Aber vor einigen Wochen war die Rede, dass...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.