28.04.2009 | Transport + Logistik

Textilindustrie: Seidensticker bringt RFID-Projekt auf den Weg

Bielefeld. Der Hemdenhersteller Seidensticker vertraut in Sachen Radio Frequency Identification (RFID) auf die Dienste des Identtechnik-Anbieters Avery Dennison. Die beiden Unternehmen gaben die Zusammenarbeit kürzlich in Köln bekannt.

In einem ersten Schritt wird Avery Dennison 2009 den Angaben zufolge rund eine Million RFID-Etiketten liefern. 2010 sollen dann rund vier Millionen Seidensticker-Hemden mit RFID-Etiketten versehen werden. Damit könne der Kunde künftig Fehler bei der Verpackung und Kommissionierung ausschließen, hieß es.

Bislang werden in den Seidensticker-Produktionswerken die Versandkartons an das Distributionszentrum in Bielefeld für die Kunden vorkommissioniert. Durch Packfehler stimme, so die Angaben, der gewünschte Inhalt teilweise nicht mit dem tatsächlichen Kartoninhalt überein. Der Einsatz von RFID soll es möglich machen, falsch kommissionierte Ware auszusortieren, bevor sie zum Kunden gelangt. Dadurch soll Seidensticker erhebliche Versand- und Handlingkosten sparen.

Zudem könnten, wie Avery Dennison betont, Großkunden von Seidensticker, die bereits RFID-Technologie einsetzen, die intelligente Technik dank dem verwendeten Gen2-Standard in Ihrer Prozesskette weiternutzen. Systemintegrator der Lösung ist das Grazer Systemhaus RF-it Solutions.

Langfristig sei daran gedacht, alle circa 13 Millionen Hemden, die Seidensticker jährlich unter verschiedenen Markennamen produziert, mit RFID-Technik auszustatten.

Das von Seidensticker verwendete Inlay AD-826 ist eine Eigenentwicklung der Avery Dennison RFID-Divison. Die variablen Arbeitsdaten erhält Avery Dennison über ein Webportal und leitet diese über das automatisierte Datenmanagementsystem „VIPS“ in die Avery Dennison eigenen Printshops in Hongkong, Vietnam, Indien und Deutschland. Dort werden die Etiketten auf RFID-Druckern codiert und bedruckt und direkt in die Seidensticker-Produktionsstätten gesendet. (pi)

 
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(Foto: Avery Dennison)

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