Legras Schubboden

Presst den Müll: Compact'in von Legras in London im Einsatz

Test & Technik: Schubböden

Von Gregor Soller

Das Thema "Biomasse" beherrscht die Holzmessen. Und die Abfallwirtschaft muss immer ausgeklügeltere Warenströme bewältigen. Gut für die Schubbodenhersteller, deren Produkte auch in der Krise gedeihten, wo sogar neue Hersteller auf den Markt kamen und bestehende Programme erweitert und modernisiert wurden.

Noch "jung" im Geschäft sind Carnehl, Fliegl oder Schwarzmüller, die sich mittlerweile als ernst zu nehmende Alternativen im Markt etabliert haben, wenngleich die niederländischen Platzhirsche sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

Kraker bietet den Schubboden für den deutschen Markt mittlerweile als BDF-Wechselsystem-Hängerzug an. Dabei wird der Schubboden in dem Fall beispielsweise als Lager für Erde genutzt, mit denen Gartenbaubetriebe beliefert werden. Entsprechend müssen des Öfteren schwer zugängliche Ecken angefahren werden, die mit dem Motorwagen bedient werden. Der kann die Box voller Humus am gewünschten Ort abstellen und einstweilen andere Güter fahren. Ohne Motorwagen benötigt man vor Ort aber eine Hydraulikvorrichtung. Weiterer Hängerzug-Vorteil ist das vermischungsfreie Fahren unterschiedlicher Güter. Der Aufbau erfolgt in Alu, womit wir beim Thema Gewicht und Stabilität wären.

Hier wird dem Schubboden seine Multifunktionalität oft zum Problem: Zwar kann er es mit (fast) allen Arten von Stückgut aufnehmen, wer jedoch für die Rückfracht nur Stahl- oder Betonträger findet oder Ladungen mit hohen Punktlasten, sollte wissen, dass er die schiebenden Bretter am Boden schnell überlastet. Kein Wunder, dass Carnehl oft Zehner- statt Sechser-Böden verkauft, wie Martin Bäte, Schubboden-Experte bei den Norddeutschen zu Protokoll gibt. Ebenfalls gern geordert werden entsprechend auch Seitenverschleißbleche und Bodenplanen. Hier stimmt ihm Götz Gemeinhardt, Pressesprecher von Fliegl, zu. Auch in Triptis werden meist spezielle Bodenvarianten geordert respektive die Boden- oder Seitenplanen, die verhindern sollen, dass aggressives Gut zwischen die Bodenbretter eindringen kann.

Einfache Tricks helfen beim Erhalt

Entsprechend rät Gemeinhardt auch zur regelmäßigen Reinigung des Fahrzeuges, damit die kleinen Teilchen gar keine Möglichkeit haben, sich erst zwischen die Bretter hineinzuarbeiten.

Bei Neufahrzeugen rät Carnehl-Schubbodenprofi Martin Bäte, nach rund 14 Tagen die Systemschrauben am Boden nachzuziehen, da diese sich am Anfang gern einmal lösen, was durch das "Arbeiten" des Fahrzeuges entsprechend begünstigt wird. Das trifft verstärkt auf die Varianten mit Seitentür und/oder Schwenkwand zu, die Carnehl darum nur mit Stahlchassis liefert. Außerdem treiben die Türen das Gewicht.

Trotzdem erfreut sich die Version so großer Beliebtheit, dass sie mittlerweile auch bei Fliegl und Schwarzmüller fest eingeplant wurde. Neben den häufig georderten Leichtbauversionen, oft als 92-Kubik-Version, haben die meisten Hersteller auch eine "Heavy Duty"-Version, die auch mal auf unwegsamem Gelände eingesetzt werden kann, im Programm. Außerdem den 100-Kubik-plus-Mega-Schieber. Darüber hinaus setzt jeder Hersteller eigene Akzente: Stas denkt über aerodynamische Optimierungen nach, außerdem spielt man die Gewichtskarte: Ab sieben Tonnen soll das Programm starten.

Den vollständigen Testbericht mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 31-32/2010. Hier erhalten Sie Informationen zu Bestell- und Abomöglichkeiten

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