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Scania P230 Euro 5

Der runderneuerte Scania P230 Euro 5 im Test

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Test & Technik: Scania P230 Euro 5

Weniger Scania geht nicht – der 18-Tonner der P-Reihe mit der untersten Leistungseinstufung von 230 PS stellt den Eintritt in die Welt der schwedischen Laster mit Greif im Grill dar. Ein karges Sparmobil ist der P230 dennoch nicht, im Gegenteil. Er mag der kleinste Scania sein, im Vergleich zur Konkurrenz in der Mittelklasse wie MAN TGM oder Mercedes Axor markiert der P in Sachen Anmutung, Gediegenheit und Verarbeitung die Spitze.

Der Abstand zur Konkurrenz hat sich mit dem Facelift noch vergrößert. Anders als den Fernverkehrsmodellen sieht man dem P den sanften Wandel von außen nicht an. Denn er behält die alte Front mit eher rundlichen Lamellen. Dafür hält im Inneren weitgehend deckungsgleich das aufgewertete Interieur Einzug, mit dem Scania dem Anspruch „Premium“ endlich wieder gerecht wird. Die fest wie eine Burg verarbeitete zweifarbige Kunststofflandschaft fühlt sich nicht nur gut an, im oberen Bereich verbauen die Schweden sogar geschäumte Materialien – gegen Aufpreis, wie vieles bei Scania.

Wie gründlich die Schweden entwickelt haben, zeigt die elegante Integration des Navis und des Bildschirms für die praktische Seitenkamera in die angeschrägte Konsole. Möglich ist auch die Reduzierung auf einen Bildschirm, dann erhält beim Betätigen des Blinkers die Seitenkamera Priorität vor der Navigation. Der Fahrer gewinnt eine tiefe, quadratisch-praktische Ablage mittig.

Bequemer Einstieg, nützliche Kamera

Die Abbiegekamera kann man im Stadtverkehr gut gebrauchen, auch wenn man im P-Scania trotz der 22,5-Zoll-Räder und des stämmigen Rahmens einen recht guten Draht zum Verkehrsgeschehen hat. Scania hat die Kabine bei der „L“-Version niedrig aufgesetzt. Der Einstieg ist bequem, andererseits beschert das die Scania-typische, gewaltige Motorkiste. Sich aus dem bequemen Fahrersitz zu winden, erfordert also Gelenkigkeit. Optional ist auch der praktische und solide Klapptisch auf der Beifahrerseite erhältlich.

Gelungen und gut ablesbar ist das zentrale Farbdisplay mit zahlreichen Daten und Tripcomputer. Das aus der Fernverkehrsreihe bekannte Eco-Modul als persönlicher Spritspartrainer gibt es allerdings nur in Verbindung mit dem optionalen Retarder. Weder für Geld noch gute Worte übermittelt der Scania irgendeine Information zum Thema Öl. Darüber gibt allein der Messstab unter der Wartungsklappe Auskunft.

Den vollständigen Testbericht mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 09/2010, vom 05.03.2010. Weitere Informationen zur Ausgabe und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

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