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Test & Technik: Markenvergleich Iveco

Im markeninternen Vergleich: Iveco Stralis 440 S 36, 440 S 45 und 440 S 56.

Testberichte

Test & Technik: Markenvergleich Iveco

von Gerhard Grünig

Reduzieren aufs Maximum: Die Deutsch-Italiener begnügen sich mit drei Baureihen, wo andere Hersteller vier benötigen. Kein Axor/Actros oder Premium/Magnum. In Ulm ordert man immer den Stralis.

Trotz Beschränkung auf wenige Modelle muss sich der Kunde nicht bescheiden. Egal ob nutzlastoptimierter Leicht-LKW oder leistungsorientiertes Flaggschiff – der Ulmer Baukasten gibt viel her. Wir haben exemplarisch drei Modelle ausgewählt. Klassiker im Iveco-Programm ist der 440 S 45. 450 PS stark, unauffällig im Auftritt, mit wenig Prestige, aber mit großer Active Space-Kabine für die Fernfahrt ausgelegt.

Von Brot-und-Butter- bis Luxus-Laster

Für die Abrundung nach oben und unten sorgen ein 440 S 56, das 560 PS starke Flaggschiff sowie ein 440 S 36 als abgespeckter 360-PS-Verteiler-LKW für Tank- und Silospediteure. Wesentlicher Unterschied der drei Stralis: der Motor. Während im Stralis „light“ ein nur 7,8 Liter großer Vierventiler seinem Namen Cursor (lateinisch für „Renner“) alle Ehre macht, gibt sich der 560er mit seinen 12,9 Liter Hubraum keine Blöße. Standesgemäß bringt er auf beachtliche 2500 Nm maximales Drehmoment, das schon ab 1000 Touren zur Verfügung steht.

Da gibt sich der Cursor 8 mit 1500 Nm deutlich bescheidener. Doch auch bei ihm steht das maximale Drehmoment bei verhältnismäßig wenig Drehzahl zur Verfügung. Trotz kleinem Hubraum steht der 8er ab 1125 Touren gut im Futter. Mit 10,3 Litern bildet der 450er Cursor 10 die goldene Mitte, ist in seiner Leistungsklasse der kleinvolumigste Antrieb, teilt sich aber den Motorblock mit dem großen Bruder.

Die enge Verwandtschaft führt wohl auch dazu, dass Cursor 8, 10 und 13 ein gemeinsames Leiden teilen: Trotz Reihensechszylinder, eigentlich bekannt für perfekten Massenausgleich, neigen die „Cursoren“ zu Vibrationen. Der 8er ist einem Massage-Gerät nicht unähnlich. Der 13er schickt seine Störbewegungen entsprechend dumpf-frequenter in die Kabine.


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