Auch ungeübte Fahrer können mit dem ASW nach wenigen Malen saubere Untergründe schütten.
Test & Technik: Fliegl Abschieber ASW
von Gregor Soller
Von dem Abschieber wurden in der Landwirtschaft mittlerweile 6000 Einheiten verkauft und auch auf Nutzfahrzeuge hat man schon einige Exemplare aufgebaut. Interessant ist der Abschieber ASW vor allem in weichem, unwegsamem Gelände, wo der Kipper seinem Namen traurige Ehre machen kann und eben schnell kippen kann, sobald ein Rad wegsackt, wenn man die Brücke hebt.
Den ASW ficht das nicht an, wie man eindrucksvoll demonstrierte: Selbst mit erheblicher Schlagseite, wo man beim Kipper nicht mehr wagen würde, die Brücke noch zu betätigen, kann er seine Ladung noch problemlos abschieben.
Auch an tiefe Gruben kann man problemlos heranfahren, da der Schwerpunkt sich nicht so dramatisch nach hinten verlagert wie beim Kipper. Je klebriger und klumpiger die Ladung ist, desto besser spielt der ASW seinen Mechanismus aus. Trotzdem bleibt auch der Schieber nicht immer ganz sauber. Allerdings handelt es sich dabei um eine vergleichsweise kleine Menge im Vergleich zu dem halben oder ganzen Kubikmeter, der durchaus einmal in einer Kippmulde hängen bleiben kann.
Ein weiterer Vorteil: Die Hydraulikanlage kommt mit einem doppelt wirkenden einstufigen Zylinder aus, der sich nur in der Horizontalen bewegt und kleiner dimensioniert werden kann als die Mehrfachpresse eines herkömmlichen Kippers. Während der in der ersten Stufe 35 bis 40 Tonnen pressen muss, genügen dem ASW rund 28 Tonnen Schubkraft. Außerdem soll der Zylinder nicht so schnell verschleißen wie das Kipper-Teleskop, das vor allem in der Schräglage immer unter Spannung steht.
Weiterer Vorteil: Schnelleres Entladen
Das Heckportal ist im Standard zweigeteilt und besteht aus hydraulischer Schüttleiste unten und Pendelklappe oben. Optional gibt es auch eine große Pendelklappe für grobes Gestein. Mit der unteren Klappe lässt sich die Schüttmenge exakt dosieren. Zweiter „Stellhebel“ ist die gefahrene Geschwindigkeit: Entsprechend kann ein Fahrer schon nach wenigen Malen einigermaßen exakte Wege schütten. Wer es noch exakter bräuchte, könnte über ein Durchflussregelventil noch die Geschwindigkeit der Presse einstellen.
Mit gut 30 Sekunden Schiebezeit entleert der ASW gestoppte zehn Sekunden schneller als ein etwa gleich großer Kipper. Den muss man dann aber noch nach vorn ziehen. Auf gut eine halbe Minute baut der ASW seinen Vorsprung aus, wenn man dann noch auf die absenkende Kippmulde wartet, bevor man startet.
Den vollständigen Artikel mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 46/2009, die am 13.11.2009 erscheint. Weitere Informationen zur Ausgabe und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.
