Fliegls SDS 410 kommt zur Bauma
Test & Technik: Flexible Flachmänner
von Gregor Soller
Die Tieflader sind die geheimen Könige der Trailerbranche: Sie sind selten, teuer und oft mit spannenden Frachten beladen. Das bringt ihnen Image und Aufmerksamkeit. Nicht nur in Fachblättern, sondern ab und an auch in der Tagespresse. Im Imageranking der VerkehrsRundschau (siehe 8/2010, S. 32) kamen bei den Fuhrparks bis zehn NFZ die Spezialisten Langendorf und Goldhofer unter die Top Ten, bei den Fuhrparks ab elf NFZ stürmte Goldhofer gar auf Platz zwei vor. Außerdem platzierten sich Nooteboom, Langendorf, Doll und Scheuerle unter den Top Ten und auch der vierte Platz von Schwarzmüller in beiden Kategorien mag zum Teil aus den Tiefladeraktivitäten der Österreicher herrühren.
Die sind vor allem im Drei- und Vierachs-Segment tätig, wo aufgrund der im Verhältnis geringen Spezialisierung mittlerweile ein gewisser Preisdruck entstanden ist, wie Manfred Zandt von Zandt Cargo bemerkt. Er selbst erweiterte seine Palette im Segment der Zwei-bis Vierachser zuletzt um eine Tandemversion. Auffälliges Kennzeichen seiner Trailer sind in allen Fällen die ausziehbaren Verbreiterungen und Lasi-Punkte, mit denen man laut Zandt „immer einen günstigen Zurrwinkel der Lasi“ erreicht. Bei den Aufliegern ergänzt ein nachlaufgelenkter Sattel das Programm. Bei der Lackierung setzt der Oberpfälzer auf das aufwändige Dreikomponenten-Lackschichtverfahren mit Zinkstaub, das laut Zandt einen sehr widerstandsfähigen Korrosionsschutz bietet. Neben den gekröpften Varianten verkauft Zandt auch Plateau-Versionen für Ballast- oder Containertransporte.
Die flexiblere ebene Ladefläche bietet auch der neue Müller-Mitteltal PT 30,0 Profi, der gegenüber dem gekröpften T3 ein neues Drehgestell bekam. Da man den Hauptrahmen nach außen zog, kommt die Ladehöhe mit 860 mm nur zwei Zentimeter über den 840 mm des T3. Das muss dem Kunden laut Konstrukteur Jürgen Schütze beim 8m-T3 mit Sechs-Meter-Tiefbett, rund 600 Kilo Nutzlast (6,1 statt 5,5 Tonnen) einen Aufpreis von rund 2500 Euro netto wert sein. Trotzdem sieht er künftig ein hohes Potenzial für den PT: Er bietet durchgehende 8,4 Meter Ladelänge, auf der man größere Güter flexibler nach ihrem Schwerpunkt justieren kann. „Ich kann mir gut vorstellen, dass die geraden Ladeflächen eines Tages 50 Prozent des Marktes ausmachen werden“, erklärt der Konstrukteur. Optional liefert Müller-Mitteltal den PT 30 mit feuerverzinktem Chassis und Rampen. Außenrahmen und Abschlussträger kann man in Kundenfarbe lackieren. Bei schlechtem Wetter kann die besandete Drehgestellplattform eine interessante Option sein.
Den vollständigen Testbericht mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 12/2010, vom 26.03.2010. Weitere Informationen zur Ausgabe und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.


