Pacton Flex-XL mit Nachlaufachse
Test & Technik: Containerchassis
Von Gregor Soller
Nachdem das Geschäft der tragenden "Gerippe" 2009 bis auf die Knochen abmagerte, können die Hersteller jetzt wieder auf vollere Teller, respektive Auftragsbücher hoffen: "Der Markt der Containerchassis war komplett eingebrochen, doch spüren wir eine Verbesserung", erklärt Van Hool Pressemann Yves Goffin stellvertretend für viele Kollegen.
Frank Albers, Marketingleiter von Krone sieht allenfalls eine geringfügige Belebung, "da der Chassisbestand bei den Kunden und Vermietern derzeit sehr hoch ist und zudem aufgrund der Wirtschaftskrise der Hafenumschlag um ein Drittel eingebrochen ist". Verkaufsleiter Bernard Schiebaan von D-Tec macht vor allem die geringen Preise der Verlader für das langsame Wachstum verantwortlich: "Die Arbeit ist da, aber die Transporteure können immer noch zu wenig erlösen", findet er.
Trotzdem entwickelt man weiter und gehört damit zu den wenigen Herstellern, die Neues vorweisen. Neben den teilbaren Vier- und Fünfachser-"Combitrailern", die auch in Deutschland immer beliebter werden, da man so zwei 20er-Boxen heckbündig abstellen kann, liefert man auch verstellbare Standard- und Schlittenchassis, bei denen eine 20-Fuß–Box per Rollenkette verschoben wird. Neu ist auch der Flexi-tipper: ein absattelbarer Rahmen mit Hydraulikzylinder, um einen 20er-Container zu kippen. Die Hydraulik zieht ihre Kraft aus der LKW-Batterie und wiegt so nur 1240 Kilo extra. Speziell für Deutschland entwickelte man den nur 4,9 Tonnen leichten ausschiebbaren Euroflex. Auch bei D-Tec steigt der Anteil der flexiblen Chassis im Verkauf.
Bei Fliegl geht man gar davon aus, dass "starre Chassis früher oder später keine Rolle mehr spielen werden". Krone stellt fest, dass das BAG die Kontrollen bezüglich Satteldruck auf der Antriebsachse erhöht, was dem Emsländer "Schlitten" in die Hände spielt. Den ordern die Kunden übrigens meist mechanisch, während die einfach zu bedienende vollautomatische Elektroniklösung selten bleibt. Differenziert sieht man die Sache auch bei Kässbohrer-Tirsan und Schmitz: Kässbohrer beliefert den Heimatmarkt Türkei starr und den Euro-Raum eher flexibel. Dagegen stellt man in Gotha unter den Flexiblen eine anziehende Nachfrage nach dem Sliding Boogie fest, während man weiter starre Chassis für Tankcontainer oder Sonderlösungen baut. Darunter beispielsweise ein 45er-Chassis mit Unterfaltladebordwand oder ein 45er-Leichtbauchassis.
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Den vollständigen Artikel mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 17/2010, die am 30. April 2010 erscheint. Weitere Informationen zur Ausgabe und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.


