Hamburg/Berlin. Hamburger IT-Experten haben bei Routinefahndungen im Deep Internet neueste Anleitungen und Technologien zur Herstellung von GPS-Bomben analysiert, danach können ahnungslose Logistikunternehmen zu unfreiwilligen Attentätern werden. Durch eine bereits im Internet befindliche Softwareerweiterung für Mobiltelefone mit GPS-Empfänger, wird aus einem handelsüblichen Mobiltelefon ein automatischer und metergenauer Präzisionszünder, der die Signale des Global Positioning System (GPS), eines satellitengestützten Systems, das vom Verteidigungsministerium der USA betrieben wird und der weltweiten Positionsbestimmung dient, zur Zündung des Sprengsatzes missbraucht. Somit können Terroristen ihren Anschlag metergenau programmieren und den Ort exakt bestimmen, an dem die Bombe explodiert. Die üblichen Ablaufmuster zur Verübung eines Terroranschlags haben beim Einsatz der GPS-Bombe keine Relevanz mehr. So brauchen die Terroristen keine Selbstmordattentäter mehr. Auch eine gesteigerte Kommunikation, unmittelbar vor der Ausführung des Anschlages, wird es nicht mehr geben, da Fahrer eines Paketzustellers oder einer Spedition als unwissende Selbstmordattentäter die Bomben zum Anschlagsziel fahren. Kurz, die Vorbereitung zum Terroranschlag besteht nur noch aus dem Download einer Bombenanleitung und einer Softwareerweiterung aus dem Internet, dem Einkauf in einem Supermarkt, dem Kauf der GPS-Telefone und der abschließenden Paketaufgabe. (ak)
Terror-Gefahr: Paketdienste als Bomben-Lieferanten
Hamburger IT-Experten haben bei Routinefahndungen im Deep Internet neueste Anleitungen und Technologien zur Herstellung von so genannten "GPS-Bomben" analysiert