München. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) lehnt die bisherigen Pläne der EU-Kommission für einen CO2-Grenzwert für Autos als nicht ausgereift ab. Gleichzeitig forderte der scheidende CSU-Vorsitzende heute in München, dass die Kommission ihre internen Berechnungen über die Folgen ihrer Pläne für die Automobilbranche und die Arbeitsplätze offenlegen müsse: „Die Europäische Kommission muss hier die Karten auf den Tisch legen.“ Nach Ansicht Stoibers könnte ein vernünftiger Ausgleich zwischen den Klimaschutzzielen und der europäischen Automobilbranche in nach Fahrzeugklassen differenzierten CO2-Grenzwerten liegen. Ein einheitlicher Grenzwert führe dagegen in der Tendenz zu einheitlichen Fahrzeugen und einem Verlust an Vielfalt. Dies sei nicht sinnvoll: „Es muss für alle Fahrzeugklassen realistische und anspruchsvolle Grenzwerte geben.“ Zugleich forderte Stoiber die EU-Kommission auf, Modelle für eine stärkere Förderung alternativer Antriebstechniken zu entwickeln. Alternative und umweltschonende Technologien wie Hybridantrieb, Wasserstoff oder Biokraftstoffen müssten gefördert werden. (dpa)
Stoiber gegen CO2-Pläne der EU
Bayerns Ministerpräsident fordert differenzierte CO2-Grenzwerte nach Fahrzeugklassen