12.08.2009 | Transport + Logistik

Sparmaßnahme: Post-Beschäftigte sollen länger arbeiten

Leipzig. Die Deutsche Post tritt beim Personal auf die Kostenbremse und will die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten verlängern. Diese solle von 38,5 Wochenstunden ohne Lohnausgleich auf 40 Stunden steigen, sagte der Vertriebschef Brief, Christian Stiefelhagen, am Mittwoch nach einem Besuch des Briefzentrums Leipzig. „Das wollen wir der Gewerkschaft vorschlagen.“ Komme es nicht zu einer Einigung, dürfe es keine Tabus geben, auch nicht im Blick auf Stellenabbau. Der Tarifvertrag, der die Wochenarbeitszeit festschreibt, endet laut Stiefelhagen Ende 2009. Bei der Deutschen Post im Unternehmensbereich Brief arbeiten 190.000 Beschäftigte.

Der Manager begründete die geplanten Maßnahmen mit jährlichen Kostensteigerungen von 250 Millionen Euro. 70 Prozent seien Personalkosten. Zugleich gingen Umsatz und Gewinn zurück, ein Trend der auch in den kommenden Jahren anhalten werde. „In vier Jahren haben wir kein Geld mehr in der Kasse.“ Es gelte, frühzeitig und „schonend“ gegenzusteuern. Derzeit ist die Führungsetage landauf, landab unterwegs, um mit den Beschäftigten über die Situation zu sprechen und für Verständnis für die geplanten Einschnitte zu werben.

Die Deutsche Post habe auf dem inzwischen freigegebenen deutschen Briefmarkt einen Anteil von 89 Prozent und wolle Primus bleiben. „Wir müssen innovativ sein und neue Umsatzquellen generieren“, sagte Stiefelhagen. In der Pilotphase sei derzeit der Internet-Brief, der höchste Sicherheit bieten solle. „Wir wollen die Eigenschaft des zugeklebten Briefes ins Internet bringen“, sagte er. Unternehmen könnten so sicher mit ihren Partnern über das Internet kommunizieren. (dpa)

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

12.08.2009Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: ddp)

Beliebteste Meldungen

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feinstaubwerte 2011 trotz Umweltzonen gestiegen
    juergen diercks meint: So geht das aber nicht weiter. Es koennen doch Wetter und Hochdruck nicht einfach darueber hinweg...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Ludger Haack meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen - durch die "Sturheit" diverser Bundesländer...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Rudolf Röhlich meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen, weil wir auf manchen Relationen unpaarige WB abholen...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Recht + Geld
    Urteil der Woche: Haftungsbeschränkung für verunfallten Fahranfänger
    V 480 Truck meint: Mit 93 KM/h über die Landstrasse brettern, geht schon mal gar nicht, denn das Fahrzeug regelt bei 88...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Amazon-Logistikzentrum schafft 1000 Arbeitsplätze
    Walter Dettinger meint: Wenn es dann richtige Arbeitsplätze sind ist das OK. Aber vor einigen Wochen war die Rede, dass...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.