07.07.2009 | Transport + Logistik

Solar-Zulieferer Schletter setzt auf Krane

Weinsberg. Für ein neu geplantes Pufferlager der Schletter entwickelt Vollert Anlagenbau einen Spezial-Manipulator mit drei Hubwerken. Diese können je nach Profillänge einzeln oder in Kombination synchron heben – bis zu einer Gesamtlast von 9 Tonnen und einer Länge von 18 Metern.

Schletter mit Sitz im oberbayerischen Kirchdorf/Haag produziert neben Montagesystemen und Ständern für Solar-Anlagen auch Komponenten für die Automobil- und Bahnindustrie. Die bestehenden 30.000 Quadratmeter Fertigungsfläche wurden jüngst um eine neue Halle ergänzt. Vollert Anlagenbau aus Weinsberg wurde damit beauftragt, mit Hilfe eines Spezial-Krans die einzelnen Produktionsanlagen zu verbinden sowie ein 140 Meter langes und 17 Meter breites Pufferlager zu bedienen.

Technische Besonderheiten
Zwei Besonderheiten waren bei der Konstruktion zu beachten: Zum einen muss der Manipulator unterschiedliche Profillängen von 6, 12 und 18 Meter gleichmäßig heben können, und gleichzeitig sollte die Bauweise der Hub- und Fahrwerke extrem kompakt ausgeführt werden, um die Hallenhöhe optimal nutzen zu können. Diese ist einseitig aus baurechtlichen Gründen auf 8,7 Meter beschränkt. Die Lösung: Ein Manipulator in fahrbarer Portalausführung mit 17 Meter Spannweite und Katzfahrwerk zur Querfahrt über dem Pufferlager. Auf der Katze befinden sich drei Hubwerke, die je 3 Tonnen Last sowohl einzeln als auch in Zweier- oder Dreier-Kombination synchron heben können. „Die Synchronisierung des Hubs ist entscheidend, um Verformungen der Profile bei diesen Lasten zu vermeiden“, erklärt Henry Schulze, zuständiger Projektleiter bei Vollert. „Gleichzeitig erreichen wir mit dieser Lösung trotz der niedrigen Hallenhöhe einen Hub von 5,40 Metern.“ Bis zu fünf Transportkörbe können mit der Lösung übereinander gelagert werden. Die Steuerung und das Transportleitsystem von Vollert berücksichtigen dabei automatisch die sinnvolle Stapelung und Aufteilung des Lagers und lasten dieses optimal aus.

Von der Planung bis zur Fertigstellung der Anlage benötigt Vollert Anlagenbau rund ein Jahr. Anfang 2010 soll die neue Halle in Betrieb genommen werden. (sv)

 
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