Lufthansa Cargo begrüßt Regelung zu Nachtflügen

Abwicklung der Luftfracht am Standort Frankfurt vorerst gesichert

Frankfurt/Main. Lufthansa Cargo, Frachttochter der Lufthansa, zeigt sich über die Entscheidung zum Flughafenausbau in Frankfurt erleichtert. Der Planfeststellungsbeschluss zum Bau der vierten Landebahn beinhaltet nun doch nicht, wie befürchtet, ein totales Nachtflugverbot sondern nur eine Einschränkung auf insgesamt maximal 17 nächtliche Flugbewegungen zur Abwicklung von Luftfracht. „Wir sehen die Entscheidung als Schritt in die richtige Richtung“, kommentierte ein Sprecher der LH Cargo gegenüber der VerkehrsRundschau die neue Regelung. Die Politik habe offenbar erkannt, dass „man Fracht auch nachts nicht am Boden halten kann“. Die Entscheidung gegen in absolutes Nachtflugverbot gebe dem Unternehmen nun wieder Planungssicherheit für Investitionen am Standort Frankfurt. Allerdings halte der Gesamtkonzern an der eigenen Prognose fest, die bis 2020 bei Passage und Fracht mit einem Bedarf von insgesamt 41 Flugbewegungen im Zeitfenster zwischen 23 und 5 Uhr rechnet. Derzeit entfallen alleine auf LH Cargo etwa zehn Nachtflüge, die vor allem die USA, Afrika und Ziele in Fernost via Astana bedienen. Ein absolutes Nachtflugverbot wäre für LH Cargo ein Horrorszenario gewesen, da der Carrier auf die enge Verzahnung von Passage und Fracht am Drehkreuz Frankfurt angewiesen ist. Eine echte alternative zu Frankfurt gibt es für die Luftfracht daher nicht, wie das Unternehmen immer wieder betont. (diwi)

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