Keine bundesweite Zulassung für 25-Meter-LKW

Verkehrsminister verweigern 25-Meter-LKW die Zulassung – Modellversuche werden zu Ende geführt

Berlin. Deutschlands Straßen sollen auch künftig für überlange LKW, die so genannten Gigaliner, gesperrt bleiben. Auf ihrer Konferenz in Merseburg haben die Verkehrsminister von Bund und Ländern mehrheitlich gegen eine Zulassung der 25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Riesen-LKW votiert. „Ich bin froh über diesen Beschluss“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Das sei ein „klares Signal Deutschlands als Transitland an die EU“. Der SPD-Politiker erklärte, die derzeit laufenden Modellversuche in drei Bundesländern würden planmäßig zu Ende geführt und neue Versuche nicht zugelassen. Die Ergebnisse der Gutachten sollten in die Diskussionen auf europäischer Ebene eingebracht werden. Brandenburgs Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) sagte: „Wir brauchen keine übergroßen LKW in Deutschland, denn sie ziehen Verkehr von der Schiene auf die Straße“. Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) hat die Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz bedauert. „Die Ökoliner“ seien ein wichtiger Baustein zur besseren Bewältigung des zunehmenden Güterverkehrs. Deutschland dürfe sich von dieser innovativen Entwicklung nicht abkoppeln. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchef Karl-Heinz Daehre (CDU), betonte, der Einsatz dieser Fahrzeuge sei wegen des erhöhten Risikos für die Verkehrssicherheit nicht vertretbar. Zudem kämen als nutzbare Strecken für die sogenannten Gigaliner ohnehin nur Autobahnen in Frage. Die Benutzung von Bundes- und niederrangigeren Straßen sei undenkbar. Nach Daehres Angaben stehen zehn Bundesländer hinter diesem Beschluss, während sechs Länder sich für eine Zulassung der bis zu 25,25 Meter langen LKW aussprachen. (jök)

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