Tiefensee „hoch skeptisch“ gegenüber EuroCombi

Einsatz der 25-Meter-Laster steht vor dem Aus: Bundesverkehrsminister sieht ablehnende Haltung durch Studien bestätigt

Berlin. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee bleibt gegenüber 60-Tonnen-LKW „hoch skeptisch“ eingestellt. Diese Haltung hätten auch Studien zum Einsatz der Fahrzeuge nicht geändert, betonte der SPD-Politiker. Er kündigte an, als nächstes würden der Bundestag und die Landesparlamente mit dem Thema befasst, er werde weitere Gespräche mit den Landesverkehrsministern führen. Auf der Basis der vorliegenden Daten soll im laufenden Halbjahr über den Einsatz der 25-Meter-LKW im Straßenverkehr entschieden werden. Der Ressortchef kritisierte Pilotversuche mit den Riesenlastern in einigen Bundesländern. Diese trügen wenig zur Erhellung bei. Ähnlich skeptisch äußerten sich nach der Gesprächsrunde mit den Verkehrsverbänden und Unternehmen, der Mobilitätsoffensive, Bahnchef Hartmut Mehdorn und ADAC-Präsident Peter Meyer. Mehdorn plädierte dafür, auch aus Klimaschutzgründen nicht mehr Verkehr auf die Straße zu verlagern. Meyer verwies auf fehlende Stellplätze an den Autobahnen. Der Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Hermann Grewer, betonte, er sei nicht grundsätzlich gegen die 60-Tonner. Doch müsse man sehr genau prüfen, ob deren Einsatz auch wirklich sinnvoll sei. Für ein endgültiges Urteil sei es noch zu früh. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk meinte, es sei kein Schlussstrich unter das Thema EuroCombis gezogen worden. Vielmehr beginne jetzt eine „objektivierte Darstellung“. (jök)

Mehr zu diesem Thema

Das Profiportal der VerkehrsRundschau - umfassend, schnell, rechtssicher und lösungsorientiert.

1000px 588px

WEITERLESEN: