Niederlande: Betuwelijn-Inbetriebnahme verzögert sich weiter

Aufnahme des Bahnbetriebs erst in rund drei Monaten: Bahn-Operateure klagen über mangelnde Schienenkapazitäten

Rotterdam/Niederlande. Die Inbetriebnahme der neuen Güterbahnstrecke Betuwelijn in den Niederlanden verzögert sich weiter. „Alles deutet jetzt auf den Juni/Juli hin", erfuhr die VerkehrsRundschau aus niederländischen Bahnkreisen. Zur Erinnerung: Ursprünglich sollte die Betuwelijn zum 1.Januar ihren Betrieb genommen haben. Der Termin wurde dann auf den 1. März verschoben, der ebenfalls nicht eingehalten werden kann. Zwar finden inzwischen bereits Testfahrten mit verschiedenen Lok-Typen statt. Doch ein Abschluss dieser Tests ist noch nicht absehbar. Lediglich auf dem rund 40 Kilometer langen Betuwelijn-Teilstück - der „Hafenbahnlinie" im Rotterdamer Hafen - läuft bereits der Bahn-Echtbetrieb. Verzögernd wirken sich zudem noch verschiedene ungelöste technische Details rund um das allgemeine Thema „Sicherheit" auf der Betuwelijn aus. Dass die die neuen Kapazitäten auf der rund 160 Kilometer langen und knapp fünf Milliarden Euro teuren Bahnstrecke noch nicht zur Verfügung stehen, stellt die verschiedenen Bahn-Operateure indes vor gewisse Probleme. So müssen sie sich den immer knappen werden Platz auf dem ebenfalls vom - wachsenden - Schienenpersonenverkehr genutzten Schienennetz teilen. Indes sollen Nutzer der Bahnstrecke nur noch einen Ansprechpartner haben. Das sicherzustellen, hat sich die Betreibergesellschaft „Keyrail" zur Aufgabe gemacht, die jetzt offiziell ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie ging aus der „Betuweroute-Betreiber-Gesellschaft" BREM (Betuweroute Exploitatiemaatschappij) hervor. Keyrail wartet nach eigener Darstellung mit einer Reihe von Dienstleistungen auf, von der Koordination der unterschiedlichen Trassenanfragen bis hin zur Einrichtung von kundenbezogenen Trassen oder der Transportbegleitung. (eha)

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