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Ein Container-LKW der Firma Stuhr wird auf dem Hamburger Eurogate-Containerterminal beladen (eha)©eha

HAFEN HAMBURG: AUSWEITUNG DES NACHTTRANSPORTS

Container-Trucking soll auf Nacht ausgeweitet werden: Wichtiger Beitrag zur Entzerrung der Verkehrsabläufe im größten deutschen Seehafen

Hamburg. Die Nachtstunden sollen im Hamburger Hafen in Zukunft intensiver für den straßenseitigen Vor- und Nachtransport der Container zu den Terminals sowie zur hafeninternen „Umfuhr" herangezogen werden. Nachdem die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) zum 1. Februar auf ihren drei großen Container-Terminals CTA, CTB und CTT eine dritte Schicht und damit einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb während der Woche eingeführt hat, wird jetzt auch die HHLA-Tochter CTD (Container Transport Dienst) ihr Service-Angebot während der Nachtstunden ausbauen. „Wir werden täglich bis zu 150 Container in den Stunden zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens bewegen", stellte CTD-Geschäftsführer Marcus Bönning in Aussicht. Zum Vergleich: aktuell sind es rund 60 Boxen. Bönning sieht in der Ausweitung der Nachttransport-Tätigkeit einen ganz entscheidenden Beitrag, „damit wir die wachsenden Mengen im Containerverkehr weiter beherrschen". Neben CTD (90 Zugmaschinen), nach eigener Darstellung Marktführer in der Container-Umfuhr im Elbe-Hafen, sind nach VerkehrsRundschau-Informationen auch die beiden Hamburger Spezial-Unternehmen Stapelfeldt Transport GmbH und Stuhr ContainerLogistic GmbH, mit entsprechenden Plänen befasst. „Wir wollen unser Angebot Ende diesen, Anfang nächsten Jahres ausweiten", bestätigte Hans Stapelfeldt, geschäftsführender Gesellschafter auf VR-Anfrage. Über diese Absichten verhandelt der Betrieb (30 Zugmaschinen) derzeit mit seinen Kunden, von den Reedereien bis hin zu den Container-Depot-Betrieben. Stapelfeldt: „Ganz wichtig, dass bei diesem Vorhaben alle an der Transportkette Beteiligten mitspielen müssen, wobei den Container-Depots eine besondere Rolle zukommt. Auch bei der Firma Stuhr (50 Zugmaschinen) laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und soll ein entsprechendes Service-Angebot vorgehalten werden. Tanja Stuhr, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens zur VerkehrsRundschau: „Die Einbeziehung der Abend- und Nachtstunden würde uns entscheidend dabei helfen, etwas von gegen Wahnsinnsverkehr während der Tagesstunden zu tun." Im Rotterdamer Hafen gehört das Thema „LKW-Nachtabfertigung an den Container-Terminals und Depots" indes schon seit „gut 15 Jahren wie selbstverständlich dazu", sagte Minco van Heezen, Sprecher beim Hafenbetrieb Rotterdam (HbR), der VerkehrsRundschau. Die Erweiterung der Service-Abläufe im Hinblick auf einen durchgängigen Rund- um-die -Uhr -Betrieb stellt einen der zentralen Aufgabenbereiche der Anfang 2006 gegründeten Logistik-Initiative Hamburg dar. (eha)

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